In Wien sind die Straßenbahnen rot, in Budapest sind sie gelb. Abgesehen davon sind sich die Städte aber sehr ähnlich und so habe ich mich gleich von Anhieb in der ungarischen Hauptstadt wohlgefühlt. Als ich zum letzten Mal in Budapest war, war ich 11 oder 12 Jahre alt und lustigerweise war einer der ersten Beiträge auf Globeastronaut auch über Budapest! Hier kommt ihr zu dem sehr alten Beitrag von 2014.

Seit langer langer Zeit habe ich mir immer wieder gedacht mal nach Budapest zu fahren, aber wie das so ist, werden die Orte die sehr schnell zu erreichen sind immer wieder aufgeschoben. Während größere Trips am anderen Ende der Welt geplant werden, werden Kurztrips immer wieder aufgeschoben und in den Weihnachtsferien dachte ich mir: Schluss damit und die Reise nach Budapest stand fest. In zwei Tagen kann man wirklich viel unternehmen, reichen tut es meiner Meinung nach aber nicht. Aber tut es das überhaupt in irgendeiner Stadt? Ich habe das meiste aus der kurzen Zeit herausgeholt und das Wochenende wirklich genossen.

Coffee overdose in Budapest

Ich will ehrlich sein: die meiste Zeit verbrachte ich mit Kaffee trinken. In Budapest gibt es unglaublich viele nette Cafés und Lokale. Da fällt die Entscheidung ziemlich schwer wo es mir am besten gefallen hat. Das Arioso ist aber glaube ich wirklich mein Favorit, denn hier gibt es das ganze Jahr über jeden Tag Pumkin Spice Latte. Wenn das nichts ist! Das Mazel Tov hat es mir aber auch sehr angetan, generell war ich aber in keinem Café das ich nicht empfehlen würde. Obwohl ich in wirklich vielen Lokalen war, habe ich noch lange nicht alle durch und so muss ich wohl übel wieder kommen. Was noch fehlt ist das New York Café, das Szimply, die Gelata Rosa und das Stika. Hier habe ich euch meinen Foodguide von meinem Wochenende verlinkt, ich wette ihr bekommt Hunger!

Von Buda nach Pest

Wisst ihr was ich an Budapest so liebe? Die Brücken. Das klingt ein bisschen eigenartig, aber ich finde Brücken geben auf Fotos einfach so tolle Motive ab!Sie verbinden den Stadtteil Buda (die Seite mit dem Berg) und Pest (die Innenstadt, wo ihr sämtliche Einkaufsstraßen, das Parlament und auch den Bahnhof habt). Diesmal habe ich aber genug Abstand vom Geländer genommen, denn ich hab den Sturz meiner alten Kamera ins Wasser noch nicht überwunden. Die Kettenbrücke ist wirklich ein Wahnsinn und ich kann euch nur empfehlen abends und untertags hier spazieren zu gehen. Aber auch die Freiheitsbrücke ist sehr sehr schön und hier ist auch viel weniger Verkehr, also kann man auch mal in Straßenmitte ein paar Bilder machen.

Der Charm von Budapest

Budapest ist Wien wirklich sehr ähnlich, das ist keine Überraschung wenn man sich ein bisschen mit der österreichisch-ungarischen Geschichte auskennt. Besonders gut gefällt es mir übrigens im jüdischen Viertel, denn hier gibt es neben den vielen Lokalen auch jede Menge Interior-Shops, Street Art und die Atmosphäre ist einfach unglaublich schön entspannt. Von meinem Hotel, dem Lord Residence, war ich in wenigen Minuten in diesem Viertel und hab deswegen die meiste Zeit auch hier verbracht. Noch ein Tipp: Besucht unbedingt am Vormittag die Große Markthalle bei der Metro Station Fővám tér. Die Vacai utca ist eine der bekanntesten Einkaufsstraßen und dementsprechend sehr touristisch. Achtet mal auf die Hausfassaden ober den Shopschildern, denn schon allein wegen der Architektur lohnt es sich hier vorbeizuschauen.  Im jüdischen Viertel findet man immer wieder Straßenmärkte mit richtig coolen Sachen und überhaupt haben viele Cafés auch gleich einen Interiorshop dabei, zum Beispiel das Goa Mama und das Arioso.

Metro

Apropos Metro: Wusstet ihr schon, dass die U-Bahn in Budapest die zweitälteste von Europa ist? Fahrt unbedingt wenigstens ein paar Stationen mit der blauen Linie, das ist die Metro M3. Die Waggons sind wirklich alt und sind auf jeden Fall eine Fahrt wert. Und wenn wir schon bei öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Von der Station Fővám tér könnt ihr mit der Tram Nummer 2 entlang der Donau bis zur Kettenbrücke fahren und habt einen tollen Blick auf Buda! Ein 72-Stunden Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel kostet übrigens 4 150 Forint, was umgerechnet circa 13,50 € sind.

Ausblick über Budapest

Bei meinem letzten Mal in Budapest sind wir die vielen vielen Stufen auf die St. Stefan Basilika hinaufgeklettert und der Ausblick war es wirklich wert. Dieses Mal ging es die Stufen zum Buda Castle Funicular hinauf. Die Schlange der Zahnradbahn war einfach viel zu lange und so bin ich einfach die paar Minuten zu Fuß gegangen. Zurück ging es dann aber doch mit der Bahn, weil ich eindeutigen die falschen Schuhe anhatte. Von der Fischer Bastei habt ihr auch einen tollen Blick, diesmal ist sich das bei mir aber leider nicht ausgegangen – noch ein Punkt auf meiner To-Do Liste für den nächsten Besuch.

Habt ihr noch mehr Tipps für meinen nächsten Budapest-Besuch? Dann bitte immer her damit! Und sagt mir doch auch Bescheid, wie euch das etwas andere Video gefallen hat. Ich wollte einfach mal etwas Neues probieren und trotzdem war es doch eine kleine Überwindung für mich auf offener Straße mit der Kamera zu reden. Ich hoffe das Ergebnis gefällt euch!