Flugbegleiter: 25 Fragen, die du uns schon immer stellen wolltest

Location: 13 min read

Ist das Lächeln von Flugbegleiter ehrlich gemeint? Wie lange seid ihr Flugbegleiter an einem Ort, bevor es zurück geht? Wie geht ihr mit betrunkenen Passagieren um? Diese und noch viel mehr Fragen beantworte ich euch in meinem Crewlife Q&A!

Was wolltest du schon immer mal einen Flugbegleiter fragen? Auf Instagram habt ihr mir beim Crewlife Q&A viele Fragen zu meinem neuen Job geschickt. Seit einigen Monaten fliege ich nämlich als Flugbegleiterin rund um die ganze Welt und darf wieder mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.

Q: Bei welcher Airline fliegst du als Flugbegleiterin?

Sorry to say, aber ich verrate nicht bei welcher Airline ich fliege – das ist mit meinem Arbeitgeber so abgeklärt und bietet mir mehr Freiheiten am Blog. Ich kann euch aber verraten, dass ich bei einer deutschsprachigen Airline fliege. Im Moment fliege ich nur Langstrecke, ab Ende des Sommers kommt bei mir die Kurzstrecke und Mittelstrecke dazu!

Q: Habt ihr Flugbegleiter auch mal Angst bei Turbulenzen?

Wenn man so viel fliegt wie wir Flugbegleiter, sind Flüge mit Turbulenzen nicht zu vermeiden. Prinzipiell gibt es vier Stufen von Turbulenzen, die schwächste Form haben wir eigentlich auf jedem Flug. Solange man mit dem Trolley fahren kann, ist alles in Ordnung. Ich kann nur von mir selbst sprechen, aber die Angst vor Turbulenzen sind nicht leicht zu erklären. Ich persönlich habe keine Angst vorm Absturz, sondern eher, dass ich mich verletzte, weil die Turbulenzen oder Luftlöcher ohne Vorwarnung kommen und ich gerade mit dem Trolley in der Kabine bin und einmal durch das Flugzeug fliege – und der Trolley mit mir. Deswegen ist es auch so wichtig angeschnallt zu bleiben – auch wenn die Anschnallzeichen nicht eingeschaltet sind! Luftlöcher können nämlich jederzeit auftreten und uns mal so richtig durchschütteln. Ganz am Anfang wurde mir durch die Turbulenzen auch öfter mal schlecht, mit der Zeit hat sich mein Körper an das Schaukeln und Gewackel zum Glück gewöhnt.

Q: Wie ist es in einem engen Flugzeug mit begrenzt Platz zu arbeiten?

Inzwischen fühlt sich das Flugzeug wie mein Wohnzimmer an, indem ich genau weiß wo was zu finden ist. Ich fliege im Moment drei Flugzeugtypen und in manchen haben die Gäste mehr Platz, in anderen ist für uns Flugbegleiter mehr Raum zum Arbeiten. Je nach Größe der Crew und Arbeitsposition kann es auch mal ganz schön eng und kuschelig werden. Damit wir uns nicht unnötig auf die Füße steigen, ist es so wichtig, dass jeder von uns in der Crew seine Aufgaben und Arbeitspositionen kennt. Klar, auch Passagiere haben begrenzt Platz und vor allem in der Economy will man einfach mal nur seine Füße in den Gang ausstrecken. Wir Flugbegleiter müssen aber hier auch durch, schließlich ist das unser Arbeitsplatz. Sollten wir euch also mit unserem Trolley streifen, wir euch mit den hohen Stöckeln auf die Zehen treten oder im schlimmsten Fall mit dem schweren Ding über den Fuss rollen, tut uns das natürlich wahnsinnig leid und es war garantiert keine Absicht.

Q: Wie gehst du mit alkoholisierten Gästen um?

Unser Job ist es schon beim Einsteigen der Gäste einen Eindruck von unseren Passagieren zu bekommen. Wer verhält sich eigenartig, wer ist krank und wer könnte Probleme machen? Am besten lädt man problematische Fälle gleich wieder aus, denn in der Regel wird es oben auf 10.000 Fuss nicht besser. Fängt jemand während dem Flug an viel zu trinken, ist die Kommunikation in der Crew essentiell. Wir müssen alle Bescheid wissen um alkoholisierten Gästen nicht mehr zu trinken zu geben und die Lage so zu entschärfen.

Q: Hattest du schon mal Probleme mit Passagieren?

Ich persönlich zum Glück noch nicht. Aber auf einem meiner letzten Flüge hatten wir fast eine Stunde Verspätung, da wir vor dem Start noch einen Herrn ausladen mussten. Warum? Weil er der Meinung war, er könne einer meiner Kolleginnen auf den Hintern greifen. Nachdem er sich überhaupt nicht einsichtig zeigte und am Ende sogar unseren Kapitän auslachte, wurde er von der Polizei aus dem Flugzeug entfernt. Wir Flugbegleiter sind nicht im Ticket inbegriffen, also bitte behaltet eure Hände bei euch und behandelt uns mit Respekt – so wie wir euch auch.

Q; Wie lange seid ihr an einem Ort, bevor es wieder zurück geht?

Das kommt ganz auf die Flugpläne und die Dauer des Fluges an. An der Ostküste von Amerika, also New York, Boston, Washington, usw. haben wir 24 h Zeit, bevor wir wieder in das Flugzeug steigen. In San Francisco, Los Angeles, Shanghai, usw. sind zwei in der Regel zwei Nächte. Und dann gibt es die tollen langen Umläufe – wo wir im besten Fall für fünf Nächte in Mexiko sind! Auf der Kurz- und Mittelstrecke innerhalb Europas schaut es da schon ganz anders aus und meistens landen wir abends und fliegen gleich morgens wieder weiter!

Die Frage der Passagiere, ob wir denn jetzt gleich wieder zurückfliegen, kann ich dann nur noch müde belächeln. Wir schauen zwar dank Concealer und Makeup meistens noch recht frisch aus, wenn wir die Gäste verabschieden, aber innerlich zählen wir nur noch die Minuten, bis es ins Layover (also die Zeit zwischen den Flügen vor Ort) und ins Bett geht.

Q: Wie viele Stunden fliegst du?

Das kommt ganz auf den Monat und auf den Vertrag an, den man bei der Airline unterschrieben hat. Ich fliege zum Beispiel im Sommer besonders viel, dafür im Winter weniger. Andere Kollegen, die zum Beispiel noch kleine Kinder oder einen anderen Job haben, fliegen Teilzeit mit nur 1-2 Flügen pro Monat. Im Juli habe ich zum Beispiel 6 Umläufe (also einmal wohin und wieder zurück) in meinem Plan stehen und das ist schon extrem viel.

Q: Wie gehst du mit Jetlag um?

Jetlag kann einem ganz schön die Reise vermiesen und auch wir Flugbegleiter sind nicht davon verschont. Was uns von normalen Passagieren unterscheidet: für den nächsten Flug müssen wir wieder topfit sein und haben oft nicht so viel Zeit um uns an die neue Zeitzone zu gewöhnen. Je nach Ankunftszeit versuche ich mich dann vor Ort wachzuhalten oder gehe gleich schlafen. Wenn wir morgens landen und noch einen ganzen Tag vor uns haben, trinke ich gleich mal einen starken Kaffee und gehe dann für 3-4 Stunden schlafen. Durch das Koffein wache ich von alleine nach einigen Stunden auf und bin trotzdem relativ erholt.

Ich habe gelernt, dass es manchmal nichts bringt sich wachzuhalten und höre auf meinen Körper. Dazu kommt, dass ich immer wieder an diesen Ort fliegen kann und wenn ich einmal so müde bin, dass gar nichts geht, dann lasse ich die Sightseeing Tour mal ausfallen. Denn die Sicherheit an Bord geht einfach vor und müde den Dienst anzutreten ist einfach ein No-Go!

Q: Wer bezahlt den Aufenthalt vor Ort?

Die Airline! Die Zeit zwischen den Flügen in einem anderen Land/einer anderen Stadt ist eigentlich keine Freizeit, sondern dienstfreie Zeit. Wir bekommen von der Airline das Hotel und die Fahrt von und zum Hotel bezahlt und organisiert. Dazu kommen die Spesen, mit denen wir uns vor Ort dann versorgen können. Die Hotels sind bei meiner Airline immer richtig toll und ich genieße die Zeit immer sehr.

Q: Wie schaffen es Flugbegleiter bis zu 12 h zu Arbeiten und bei der Landung noch so fit zu sein?

Zumindest in Europa muss kein Flugbegleiter 12 h ohne Pause arbeiten. Nachdem ihr Passagiere euer Essen bekommen habt, alles abgeräumt ist und wir den Bordverkauf beendet haben, geht es für uns in die Pause. Wir essen einen Happen und danach geht die erste Hälfte der Crew zum Schlafen. Ja richtig gehört: an Langstreckenflügen gibt es sogar richtige Betten für uns! Gut versteckt und nur für uns aus der Crew. Die andere Hälfte achtet darauf, dass die Passagiere genug zu trinken haben und es allen gut geht. Ab der Hälfte der Pause wird getauscht und die anderen gehen schlafen. So sind wir erholt für die Landung und konnten zumindest für eine kurze Zeit die hohen Schuhe ausziehen und die Beine hochlegen.

Q: Kann ich auch Flugbegleiter werden?

Kommt ganz darauf an, bei welcher Airline du dich bewerben willst! Klick dich doch mal durch die Jobausschreibungen deiner Traumairlines und lies die Anforderungen durch. Ein paar Grundkriterien sind aber: Super Englischkenntnisse, eine abgeschlossene Schulausbildung, es liegen keine Vorstrafen vor, du bist körperlich fit und flugtauglich, du kannst gut mit Menschen und arbeitest gerne im Team, du kannst schwimmen und du bist mindestens 18 Jahre alt.

Q: Wie groß muss man sein um Flugbegleiter zu werden?

Das kommt ganz auf die Airline an! Für die meisten Airlines muss man mindestens 1,60 m groß sein, andere Airlines haben gar keine Beschränkung. Warum eigentlich, fragt ihr euch jetzt? Das liegt hauptsächlich an der Sicherheit an Bord. So müssen wir an alle Fächer rankommen und dürfen uns aber auch nicht den Kopf stoßen – deswegen ist bei 1,95 m meistens Schluss!

Q: Kann man als Flugbegleiter auch ein Privatleben und eine Beziehung haben?

Eindeutig ja! Ich habe je nach Monat zwischen 2 und 6 Umläufe – je nach Ferienzeit und Buchungsauslastung mehr oder weniger. Da bleibt auch jede Menge Zeit für eine Beziehung, Familie und Freunde. Ich persönlich kann aber sagen, dass sich manche Freundschaften durch die Fliegerei im Sand verlaufen. Weil man einfach nicht bei jedem Geburtstag oder Party dabei sein kann. Heuer werde ich an Weihnachten vermutlich auch gar nicht zu Hause sein. Und um nochmal auf Beziehungen zurückzukommen: ich finde es immer schön auch mal unterwegs zu sein und dann zurück zu kommen – da hat man sich dann viel zu erzählen und die räumliche Trennung schweißt oft noch viel mehr zusammen. Ich bin aber auch der Meinung, dass man in diesem Beruf eine starke Basis in der Beziehung und jede Menge Vertrauen braucht. Wir Flugbegleiter lernen einfach unglaublich viele Menschen kennen, sind viel unterwegs und unternehmen auch mal was mit der Crew. Mein Freund muss vielleicht mehr Grundvertrauen in mich haben als bei anderen Paaren, weil ich nicht jeden Abend zu Hause bin.

Pinit

Q: Stimmt es, dass viele Flugbegleiter was mit Piloten haben?

Wie in den meisten anderen Berufen auch, lernen viele Menschen ihren Partner bei der Arbeit kennen. Natürlich ergeben sich so Beziehungen, viele Ehen und bestimmt auch ab und zu lockere Bekanntschaften. Viele Freundinnen, die ich durch die Fliegerei kennen gelernt habe, sind in einer Beziehung mit einem Piloten oder sogar verheiratet! Man hat einen ähnlichen Rhythmus, der andere versteht die Probleme und Sorgen leichter und wenn man sich gemeinsam Flüge wünscht, kann man immer wieder mal einen Miniurlaub gemeinsam erleben! Von Techtelmechtel innerhalb der Crew habe ich allerdings noch nichts mitbekommen – vielleicht bin ich aber dazu noch nicht lange genug dabei oder bin auch nicht sehr empfänglich für die Signale…

Q: Was sind deine Standardstrecken?

Jeder Monat ist anders und ich fliege niemals immer die gleichen Ziele an. Zum Glück, sonst würde es ja schnell langweilig werden! Im Moment fliege ich viel in die USA, Kanada, Indien, Shanghai und hoffentlich auch bald mal nach Südafrika und Südostasien. Einmal hatte ich das Glück einen Umlauf nach Mexiko im Plan zu finden – mein bisheriges Highlight, da ich davor noch nie in Mittelamerika war. Je länger man dabei ist, desto eher bekommt man übrigens die Flüge, die man sich wünscht. Da ich noch ganz neu bin, habe ich beim Gestalten meiner Pläne noch wenig Mitspracherecht.

Q: Wohin fliegst du am liebsten?

Meine Lieblingsdestination ist eindeutig New York City! Es gibt einfach so viel zu entdecken und am liebsten würde ich jeden Monat dorthin fliegen. Egal wie oft man dort war, es ist immer wieder etwas besonderes und man entdeckt einen neuen Teil der Stadt – der vor einigen Wochen vielleicht noch gar nicht da war. Außerdem finde ich Singapur wahnsinnig toll, genauso wie Shanghai und Vermont. Ab August werde ich auf die Kurz- und Mittelstrecke, also alles innerhalb Europas, geschult und kann euch dann ein Update zu mehr Destinationen machen.

Q: Welche Passagiere nerven dich an Bord besonders?

Passagiere, die nicht den Anweisungen folgen und die Sicherheit aller an Bord gefährden. Sei es Leute, die nicht ihren Laptop zu Start und Landung verstauen, oder die trotz Anschnallzeichen und Durchsage des Kapitäns bei Turbulenzen aufstehen um irgendwas aus ihrem Koffer zu holen. Damit gefährden sie nämlich nicht nur ihre eigene Sicherheit, sondern auch die aller anderen Passagiere an Bord. Und dann gibt es die Passagiere, die vergessen haben ein besonderes Essen frühzeitig zu bestellen (zum Beispiel etwas veganes, glutenfreies, usw.), aber dann im Flieger darauf bestehen und dann ausfällig werden und richtig hangry (hungry+angry) sind. Viele vergessen, dass wir uns in einem Flugzeug befinden und nicht in einem Restaurant und jedes Kilo Beladung beachtet werden muss. Wir können also nicht unbegrenzt Essen in den Flieger laden. Solltet ihr Sonderwünsche oder Essenspräferenzen haben, erfüllen wir diese natürlich gerne, aber sie müssen logistisch koordiniert werden und deswegen so früh wie möglich, aber spätestens 24 h vor Abflug bestellt werden. Wir Flugbegleiter können viel, aber Essen aus dem nichts zaubern wie Molly Weasley leider nicht. Also unbedingt frühzeitig eure Wünsche bei der Buchung angeben und alle sind happy!

Q: Warum haben Flugzeugfenster ein Loch?

Das kleine Loch in den Flugzeugfenster nennt man „Breather Hole“ und sorgt dafür, dass der Luftdruck zwischen den drei Scheiben eines Flugzeugfenster ausgeglichen bleibt. Also keine Sorge: das Fenster ist nicht kaputt und alles ist in Ordnung!

Q: Und warum müssen die Fensterläden bei Start und Landung geöffnet werden?

Wann immer wir landen oder starten, checken wir jede Reihe und jeden Platz im Flugzeug. Wir schauen ob ihr angeschnallt seid, ob ihr den Sitz gerade gestellt habt, ob der Tisch hochgeklappt ist und ob die Fensterläden geöffnet sind. Warum? Weil wir im Notfall freie Sicht nach draußen brauchen und euch und uns so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone bringen müssen. Die Phase von Start und Landung ist besonders kritisch und wir müssen immer wissen, ob wir die Türe gefahrlos öffnen könnten und ob draußen Feuer, Wasser oder Gegenstände die Rutsche blockieren, falls wir den Flieger evakuieren müssen. Das dient also nur zu eurer und unserer Sicherheit.

Q: Ist das freundliche Lächeln der Flugbegleiter echt?

Zuerst: das Lächeln ist meistens tatsächlich ehrlich gemeint! Schon zu Beginn meiner Ausbildung habe ich vom „serviceorientierten Lächeln“ gehört. Wir Flugbegleiter sind immer am Strahlen und könnten die perfekten Models für Zahnpastawerbung sein. Fakt ist: wenn man jemanden freundlich anlächelt, hat das Gegenüber weniger Angriffsfläche und kann oft gar nicht anderes als selbst zu lächeln und freundlich zu sein. An Bord ergeben sich zahlreiche Situationen, die wir deeskalieren müssen und mit einem ehrlich gemeinten Lächeln klappt das gleich viel besser!

Q: Arbeitest du lieber in der Economy Class oder Business Class?

Eine schwierige Frage! Das hängt nämlich immer ganz von meiner Stimmung ab. An manchen Tagen bin ich in Plauderlaune, dann arbeite ich gerne in der Businessclass. In der Economy Class läuft alles viel schneller. Bei über 200 Passagiere muss es das auch! Ich übernehme übrigens auch sehr gerne die Galley-Positionen, also organisiere ich die jeweilige Küche, bereite das Essen vor und arbeite der Crew in der Kabine zu. Ich wurde gleich ganz am Anfang ins kalte Wasser geschmissen und habe festgestellt, dass ich mit dem Stress besonders gut umgehen kann, der in der Küche anfällt.

Q: Was sollte man im Flugzeug niemals machen?

Da gibt es so einige No-Go’s, die ihr bitte niemals im Flugzeug machen solltet. Hier ein paar Beispiele:

  • Wortlos einsteigen und bloß jede Höflichkeit vermeiden.
  • „Heimlich“ im Flieger rauchen – ihr könnt gar nicht so schnell einmal daran ziehen, schon springt der Rauchmelder an und ihr bekommt richtig Ärger! Feuer im Flugzeug ist somit das schlimmste und gefährlichste, was uns passieren kann. Das gilt auch für E-Zigaretten!
  • Sich den Anweisungen der Crew widersetzen, vor allem wenn es um die Sicherheit an Bord geht.
  • Versuchen uns Flugbegleiter zu begrapschen oder uns zu nahe zu kommen.
  • Barfuss durch den Flieger laufen. Das ist einfach nur eklig, don’t do it!
  • Die Kopfhörer aufbehalten, wenn wir euch fragen was ihr essen oder trinken wollt.
  • Euch auf die First Class oder Business Class schleichen, wenn ihr für die Economy Class gebucht wurdet. Wir kennen unsere Gäste und wissen genau wer wo sitzt.
  • Während dem Mahlzeiten den Sitz nach hinten stellen, sodass euer Hintermann gar nicht zum Essen kommt.
  • Euer Baby auf den Sitzen wickeln. Dafür gibt es in einigen Toiletten extra Wickeltische.

Q: Warum muss mein Handy bei Start und Landung in den Flugmodus geschaltet werden?

Diese Frage bekomme ich nicht nur von euch, sondern auch von den Passagieren sehr oft gestellt. Die Antwort: Die Signale von den Telefonen können Störgeräusche verursachen. Damit kann der Funkkontakt gestört werden und die Piloten im Cockpit können den Funk falsch oder gar nicht verstehen. Und das kann schlimme Folgen haben!

Q: Was passiert, wenn ich während dem Flug krank werde?

In meiner Ausbildung wurde ich natürlich auch in Sachen Erste Hilfe geschult und müssen jährlich diese Ausbildung wieder auffrischen. Es gibt auch viele Flugbegleiter, die früher Krankenschwestern, Rettungssanitäter, usw. waren. Dazu kommt: auf nahezu jedem Flug lässt sich irgendwo ein Arzt oder ein Passagier mit fundierten medizinischen Kenntnissen finden, den wir ausrufen lassen. Angefangen von Schmerztabletten bis zum Defibrillator gibt es im Flugzeug jede Menge medizinische Ausstattung, um dich fit für die Landung zu machen. Sollte es dir schlecht gehen, wird sofort die ganze Crew und das Cockpit informiert. Die Piloten wissen immer Bescheid wie es dir geht, um im Notfall umzudrehen oder wir um oder Landen irgendwo, um dich in das nächstgelegene Krankenhaus bringen zu lassen.

Q: Was findest du besonders schön an dem Job?

Eine sehr schöne Frage zum Abschluss! Das Flugzeug war schon immer mein Happy Place und es jetzt als meinen Arbeitsplatz zu haben macht mich einfach unglaublich glücklich. Ich liebe es, dass jeder Flug anders ist und man dabei so viele tolle Menschen kenne lernt. Früher habe ich mein ganzes Geld für Reisen gespart. Jetzt werde ich fürs Reisen bezahlt.


Noch mehr Fragen? Dann schreibt mir gerne einen Kommentar und fragt mich Löcher in den Bauch! Wenn ihr wissen wollt warum ich überhaupt den Entschluss gefasst hab, mein Leben umgekrempelt habe und in die Fliegerei gegangen bin, könnt ihr hier den ganzen Beitrag dazu lesen!

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

No Comments Yet.

Previous
BIG NEWS: Ich bin jetzt Flugbegleiterin
Flugbegleiter: 25 Fragen, die du uns schon immer stellen wolltest