How to survive in a 10 bed mixed dorm hostel

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(English version below)

Eines muss ich zugeben: ich bin keines der Mädchen das gerne in einem 10er mixed dorm mit vielen fremden, schnarchenden, pupsenden Menschen schläft. Been there, done that. Ich habe darin einfach nichts „exotisches“ für mich entdeckt. Klar, man kann für kleines Geld ein Bett im Zentrum haben, aber wenn man bedenkt, dass man (zumindest in Asien) jeden Tag mit Halsweh (wegen zu kalter Klimaanlagen) und Rückenschmerzen (kein Lattenrost) aufwacht, generell kaum zum schlafen kommt und sich irgendwie nie so richtig ausrasten kann und mal Zeit für sich ganz alleine hat, sind das für mich persönlich schon schwerwiegende Punkte auf der Kontra-Seite. Nichts desto trotz ich bin 22 Jahre alt und manche Dinge muss man einfach ausprobieren. Geld spielt tatsächlich eine Rolle und ich reise lieber länger und schlafe dafür in Hostels – um so viel wie möglich von der Welt zu sehen für so wenig Geld wie möglich. Ich habe schon öfter in Hostels und Dorms geschlafen. Allerdings immer nur in einem Raum mit Leuten die ich tatsächlich alle kannte. Hostels sind aber auch eine tolle Möglichkeit viele spannende Menschen kennen zu lernen und neue Freundschaften und Reisebekanntschaften zu knüpfen.

In Hong Kong war es dann schlussendlich soweit: in einem 10er mixed dorm von denen ich nur 2 Leute kannte. Um mal ganz dramatisch zu sein: Wie überlebt man sowas? Wie schläft man so gut wie möglich und wie passt man am besten auf seine Sachen auf? Hier ein Guide der euch hoffentlich auch etwas bringt.

1 Nimm nicht das oberste Bett

In unserem Dorm gab es 3-stöckige Stockbetten (ist das überhaupt Deutsch?) und da ich nicht im untersten Bett schlafen wollte, was praktisch der Boden war und voller Staub und das mittlere schon belegt war, nahm ich das oberste. Auch nicht viel besser, denn im dunklen die Leiter rauf und runter zu klettern ist kein Spaß und ich bin zwei Mal fast hinuntergefallen.

2 Pack dein Zeug am Abend vorher

Damit du am nächsten Tag nicht alle anderen aufweckst weil du deine 7 Sachen zusammen kramst und nur mit dem Smartphone Licht herum leuchten kannst, um niemanden zu wecken, ist es klug die Sachen vorher schon zu packen. Also die Tasche für den nächsten Tag, und auch die Toilettsachen draußen lassen und das Outfit für den nächsten Tag schon bereitlegen. Erspart viel Stress und auch Zeit, denn so könnt ihr ein bisschen länger schlafen.

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3 Socialisen

Ich war mit 2 Freunden unterwegs, aber  viele Leute im Hostel reisten alleine. Im Aufenthaltsraum ging es ganz ungezwungen zu, es dauerte nicht lange bis ich angesprochen wurde woher ich komme, wie lang ich in Hong Kong bin, wohin ich als nächstes reise und was ich heute so gemacht habe, beziehungsweise was ich morgen so vorhabe. Leute die in Hostels wohnen haben normalerweise immer etwas zu erzählen, also fehlt es bestimmt nicht an Gesprächsstoff. Wenn man schüchtern ist, macht das gar nichts, denn es gibt immer ein paar nette Personen, die auf einen zugehen. Oft bieten Hostels auch Meet ups an, wie in unserem Fall das Pub Crawling und einmal gingen wir zu einem abgelegenen Ort, den nur die Einheimischen kannten um uns das Feuerwerk zu Chinese New Year anzuschauen. Ein Typ vom Hostel kaufte ein paar Flaschen Wein, wir spazierten alle gemeinsam zu diesem Park, setzten uns ins Gras und plauderten mit den anderen.

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4 Nimm immer Flip-Flops mit

Ich sag nur: Fusspilz! Denn die Badezimmer können richtig eklig sein und sind meistens vom Vor-Duscher überschwemmt.

5 Mikrofaserhandtuch

Bleiben wir gleich im Badezimmer. Ich habe mir vor meiner Reise ein Mikrofaserhandtuch zugelegt, denn in Hostels muss man sein Handtuch selbst mitbringen. Damit das bis zum nächsten Tag aber trocken wird, hab ich mir extra so eines zulegt. Ich musste es nie lange hängen lassen bis es wieder trocken war und das war wirklich praktisch.

6 Bett abziehen

Wenn ihr dann schließlich aus dem Hostel auszieht, dann zieht unbedingt die Bettwäsche ab und schmeißt sie in den dafür vorgesehenen Korb oder gebt sie bei der Rezeption ab.

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7 Ohropax

Wenn man mit so vielen Menschen auf so kleinem Raum schläft gibt es mindestens eine Person die schnarcht dass die Wände wackeln. Ich habe einen tiefen Schlaf, vor allem wenn ich den ganzen Tag unterwegs war leg ich mich ins Bett und schon fallen mir die Augen zu. Aber so geht es nicht jedem. Wenn ihr einen halbwegs erholsamen Schlaf haben wollt, empfehle ich euch Ohropax und eine Schlafbrille.

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Apropos schnarchen: Wenn ihr schon öfter von euren Mitmenschen darauf aufmerksam gemacht wurdet, dass ihr ziemlich laut schnarcht, ist ein Bett in einem Dorm vielleicht nicht die richtige Wahl für euch. Ich will niemanden zu nahe treten, aber es kann schon ziemlich nervig sein und hält die anderen nur vom Schlafen ab.

8 Die wichtigste Mahlzeit des Tages

Frühstück im Hostel? Vergesst es. Aber es gibt fast immer eine Bäckerei oder einen Starbucks in der Nähe. Ich persönlich bin ja nicht der größte Frühstücks-Fan, aber wenn ein Tag voller Sightseeing wartet, muss wenigstens ein Kaffee am Morgen schon drin sein.

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Alles in allem kann ich sagen, dass Hostels toll sind. Sie sind richtig günstig und so könnt ihr das Geld dafür verwenden länger zu bleiben, anstatt alles in ein Hotel zu stecken. In meinem Fall war ich nach vier Tagen aber dann doch sehr froh ins Hotel umziehen zu können und in einem großen Bett zu schlafen. Der Typ der mir gegenüber lag war zu groß für sein Bett und so lagen seine Beine fast schon auf meiner Matratze. Außerdem war es auf Dauer richtig anstrengend immer alles mit ins Badezimmer zu nehmen, weil man nicht eben mal in Unterwäsche zurück ins Zimmer flitzen kann, weil man etwas vergessen hat. Und auch wenn das vielleicht ein bisschen komisch klingt, aber ich liebe es einfach mal für mich allein zu sein, mit niemanden reden zu müssen und Privatsphäre zu haben. Dafür sind Hostels nicht gerade ideal.

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EN: I have to make one thing clear in the beginning: I’m not that type of girl who loves staying in a 10 bed mixed dorm with a lot of snorring and farting strangers. Been there, done that. I don’t get the „exotic“-thing in staying at hostels. Indeed, they are the best choice if you don’t want to spend that much money but still want to stay in the central area of a city, but when I think about the sore throat (because of the air condition in asia), the pain in the back (because of the beds), the fact that I can’t sleep well and less and don’t have any privacy, than I have to commit, that this is not the the right thing for me personally. But I’m 22 years old and I want to try new things. And money is a point. I prefer traveling longer and see more of the world, with less money, than staying in a chic hotel, but spending most of my money for a comfortable bed. Anyways in the past I already stayed at hostels and dorms. But always with people I knew. And hostels are a great opportunity to meet interesting people and bond new friendships!

In Hong Kong I had my mixed dorm premiere: 10 people in a tiny room, and I knew at least only two of them. To be a bit dramatic: How can you survive such a situation? How can you sleep as well as possible? Here a guide, which I hope helps you a little bit too:

1 Don’t take the uppermost bed

In our dorm there were 3-bed-bunk-beds (is this english?) and as I did not wanted to sleep on the lowest level, which was actually the floor and full of dust, the middle one was already occupied, I had to take the highest one. Also not a good choice, because I had to climb the ladder in the dark and two times I nearly dropped down.

2 Prepare your stuff and outfit in the night before

Trying to be quiet and not too wake up anyone is hard in a dorm. So prepare your stuff and use the light of your phone to find everything you need. I packed my bag, had my beauty products, tooth brush etc. on the top of my bagpack and my outfit on the ladder. So I had was able too sleep a little bit longer and have all my belongings prepared for the next day of sightseeing.

3 Be social

I travelled with a friend of mine and her boyfriend, but a lot of other people in our hostel travelled solo. The common room was the place were everyone had a chat. „How long are you in Hong Kong“, „where are you from?“, „where do you go next?“, „what did you see today?“, etc. People who stay in a hostel have enough stories to tell and so there is always someone interesting to talk too. When you are a little shy and introverted (so am I in a new situtation with strangers), you don’t have to worry. There will be a nice person who will say Hi! to you and maybe you have a new travel-buddy! Often hostels offer meet ups, such as pub crawling or (like in our case), everyone met downstairs to go to a far-off place to watch the firework of chinese new year together with locals! One guy bought a few bottles of wine, we sat in the gras and had a little chitchat.

4 Always think of Flip Flops!

One word: athlete’s foot! Bathrooms and showers can get really gross and disgusting.

5 Microfiber towel

Let’s stay in the bathroom. Before I travelled to Hong Kong, I bought a microfiber towel, because in most of the hostels you have to bring your own towel. I hate it when wet or moist stuff is in my bag, so I wanted to be sure, that it’s dry on the next morning. So a microfiber towel was the best idea ever.

6 Strip the bed

When checking out of the hostel, you should strip your bed and put the dirty bedclothes in a basket or drop it at the reception.

7 Earplugs

When there are so many people in such a tiny space, there will be at least one person who snores so loud to raise the roof. I have a dead sleep, especially when I’m exploring a new place for the whole day I can’t hold my eyes open once I’m laying in bed. I think I’m a lucky person, because I know, that not everyone has such a good deep sleep. One thing I can recommend in such situations are earplugs and a sleepmask.

Speaking of snoring: when your fellows told you many a time that you are snoring, then maybe a bed in a dorm is not the right choice for you. I don’t want to offend someone, but it can be so annoying for the other ones in the dorm!

8 The most important meal of the day

Having breakfast included? Forget it! But there is for sure a little bakery or a Starbucks in the surrounding area. And when a day full of exploring is waiting, I need a coffee in the moring (althought I’m not the biggest breakfast-fan).

Altogether I can say, that hostels can be a great thing: they are cheap (and so you save money too travel longer) and you can meet great people. But in my case I was really happy to move to hotel after 4 nights and have a huge bed and a room for my own and a bed for my own – the guy who slept in the bed in front of me was so tall, that his feet where on my bed. And in my opinion it is annoying after a while, that you have too take all the staff you need in the morning with you in the bathroom and can not run in underwair or naked back, when you forget something. And maybe it sounds a bit weird, but sometimes I love being for my own, when I don’t have to talk to someone and have a little privacy. For that hostels are not the ideal choice.

 

XOXO
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