LAYOVER: Ein Tag in Osaka

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24 Stunden in Osaka! Als Flugbegleiterin hat es mich nach Japan verschlagen und ich durfte für einen Tag ein kleines Stück Japans entdecken. Hier findet ihr meine Tipps für einen Tag in Osaka und was man in der kurzen Zeit hier machen kann.

Wie viele von euch wissen bin ich als Flugbegleiterin auf der ganzen Welt unterwegs. (Du hast die großen Neuigkeiten verpasst? Dann lies gerne hier mein Lifeupdate!) Ganz oben auf meiner privaten Bucketlist: so viel von Asien wie möglich sehen – unter anderem Asien! Und nach 6 Monaten konnte ich in meinem Dienstplan endlich etwas entdecken, das mich in diese Ecke der Welt bringt: KIX. In der Nicht-Fliegersprache: Kansai, sprich: Osaka, Japan. Das Layover, also die Zeit vor Ort, ist zwar im Moment nur auf 24 h begrenzt, aber dennoch freute ich mich sehr auf die Reise.

Pinit

Ankunft Osaka und Hallo Jetlag

Für Passagiere ist der 10+ Stunden Flug mit der Zeitverschiebung von 8 Stunden schon anstrengend. Wir Flugbegleitern sind nach der langen Reise aber nochmal kaputter. Nach einer 2-stündigen Fahrt vom Flughafen in die Stadt (Hallo Rushhour!), konnte ich mich dann endlich ausruhen. Der geplante kurze Nap von 2 Stunden wurde ein 5stündiger Tiefschlaf. Schließlich siegte der Hunger und ich machte mich auf den Weg nach draußen.

3 Tipps gegen den Jetlag nach der Ankunft in Asien

1. Ganz viel Wasser trinken – nach dem langen Flug ist euer Körper dehydriert

2. Einen starken Kaffee vorm Einschlafen trinken – so wacht ihr automatisch nach einigen Stunden wieder auf

3. Nach einem Mittagsschlaf rausgehen, was unternehmen und nachts eine halbe Tablette Melatonin um die ganze Nacht durchzuschlafen

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Von A nach B – so nutzt man in Osaka die öffentliche Verkehrsmittel und Loop Line

Wie kommt man in Osaka am besten ins Zentrum? In meinem Fall mit der Loop Line. Und um hier ein Ticket ziehen zu können, braucht es ein paar Tricks. Anders als bei Ticketautomaten in Europa, muss man nämlich genau wissen wie viel Yen man braucht um von A nach B zu kommen. Dafür hilft eine große Anzeigetafel, die über den Ticketautomaten angebracht ist. Ein Beispiel: Die Strecke Osaka Castle zum Bahnhof Osaka kostet 160 Yen. Also wählt ihr am Ticketautomaten 160 Yen aus und bezahlt am besten bar (in meinem Fall hat bei 3 von 5 Automaten die Kartenzahlung nicht funktioniert). Das Ticket steckt ihr in den Schlitz der Drehkreuze, passiert den Eingang und nehmt das Ticket wieder mit – ihr braucht es nämlich wieder um die Station eures Endziels wieder verlassen zu können.

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Bei der Fahrt in die Stadt musste mir ein Angestellter der Security helfen – bei der Rückfahrt hatte ich das ganze schon raus. Dafür scheiterte es daran das richtige Gleis zu finden. Nach mehrmaligen Nachfragen hatte ich mindestens drei verschiedene Antworten. Ihr müsst nämlich wissen: in Japan sind „Nein“ und „Ich weiß es nicht“ sehr unüblich und für Einheimische auf unangenehm – denn so verlieren sie ihr Gesicht. Lieber wird eine Alternative aufgezeigt oder, wie in meinem Fall, ein leider falscher Weg beschrieben. Fast eine Stunde stand ich im riesigen Bahnhof und versuchte mich zurechtzufinden. Die Müdigkeit und die Menschenmassen haben das ganze nicht besser gemacht.

What to see in Osaka: Umeda Sky Building

24 h vor Ort – das ist tatsächlich eine verdammt kurze Zeit. Und die wollte ich natürlich so gut wie möglich nutzen. Ihr wisst ja: ich liebe es auf Wolkenkratzer zu fahren und die Stadt von oben zu sehen. Deswegen war das Umeda Sky Building ganz oben auf meiner Liste.

Eintritt: 1500 Yen (=12,50 Euro)

Öffnungszeiten: 9:30 – 22:30, 7 Tage die Woche

Ihr wollt auch einen tollen Ausblick haben, aber keine 12,50 Euro dafür zahlen? Kein Problem! Das Ticket müsst ihr nämlich erst bezahlen, wenn ihr im 39. Stock seid. Und auf dem Weg dorthin habt ihr schon eine spektakuläre Aussicht! Der Eintritt gilt dann nur noch für das Observatory Deck unter freien Himmel.

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Streets of Osaka – so habe ich mir Japan vorgestellt

Nach dem tollen Sonnenuntergang über die Stadt ging es wieder 39 Stockwerke nach unten und in die Straßen von Osaka. Inzwischen war es dunkel und ich war ganze alleine unterwegs. Ich hatte ein ganz bestimmtes Bild von Japan in meinem Kopf und dabei wurde ich nicht enttäuscht! Rote Laternen, jede Menge Neonschilder, verrückte Werbung und kleine Gassen. Wer denkt, Osaka wäre langweilig, der irrt sich gewaltig.

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Must see: 100 Yen Shops in Osaka

An nahezu jeder Ecke werdet ihr einen 7-Eleven finden, die Speisekarten der Restaurants sind fast immer nur auf Japanisch und auf jeden Fall müsst ihr in einen 100 Yen-Shop. Dort findet ihr ALLES für 1-3 Euros. Weihnachtsdekoration, Küchenutensilien, verrückte Mitbringsel und jede Menge Gesichtsmasken und Kosmetik.

Die besten 100 Yen Shops in Osaka:

Daiso Shinsaibashi – 3-10-3 Minamisenba, Chuo-ku, Osaka

Daiso Namba Nansan-dori – 2-2-17,Nambanaka Naniwa-Ku,Osaka

Daiso Umeda OPA store – ABC-Mart Umeda Bldg.1-27,chayamachi,Kita-ku,Osaka

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Editors Tipp: Tagesausflug nach Kyoto

Und so ging mein Tag in Osaka zu Ende. Gegen 20.00 Uhr war ich nämlich so erledigt, dass mir langsam schwindelig wurde und ich ganz dringend ins Bett musste. Für alle die mehr Zeit in Osaka haben: ein Tagesausflug nach Kyoto. Dort gibt es nicht nur den berühmten Bambuswald von Arashiyama für tolle Instagram-Bilder zu sehen, sondern auch die Fushimi InariTaisha-Tempel und den Kiyomizudera Tempel sehen. Bei meinem nächsten Umlauf nach Osaka, werde ich auf jeden Fall dorthin fahren.

Für mehr Kyoto-Tipps kann ich euch den Kyoto-Guide meiner liebsten Reisebloggerfreunde Kathi und Romeo von Sommertage nur ans Herz legen.

Um von Osaka nach Kyoto zu kommen, nehmt ihr am besten den Zug, das ist die schnellste Möglichkeit. Für 1420 Yen (=11,70 Euro) könnt ihr mit dem Highspeed Zug Shinkansen, den sogenannten „Bullet Train“ in nur 15 Minuten in Kyoto sein. Wenn ihr Geld sparen wollt, gibt es alternativ auch den Special Rapid Service für 560 Yen (=4,60 Euro), der euch in 29 Minuten nach Kyoto bringt. Der Zug fährt in Osaka Station auf den Gleisen 8, 9 und 10 los!

Tipp: Wenn ihr den Japan Rail Pass (vergleichbar mit einem Interrail Ticket) habt, dann sind die Kosten für beide Züge auch schon gedeckt!

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