WIEN: Touristenfallen, die du dir sparen kannst

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Touristenfalle, Scams oder Abzocke - Dinge, die man im Urlaub wirklich nicht braucht. Damit du deine allerbeste Zeit in Wien erleben kannst, musst du dir vor deiner Reise unbedingt diese Liste durchlesen!

Wie auf wahrscheinlich jeden größeren touristischen Ort, gibt es auch in Wien jede Menge Touristenfallen und Abzocken. Sei es bei Mozartkonzerte, Restaurants oder Stadtführungen. Man freut sich auf den Urlaub, plant alles, bekommt dann ein „unschlagbares Angebot, dass man nicht ausschlagen kann“ – und zack, ist man in eine Touristenfalle getappt.

Pinit
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Touristenfallen bei Sehenswürdigkeiten, Theater und Konzerte

Fiaker fahren

Vielleicht keine klassische Abzocke, aber dennoch eine Touristenfalle: die Fiaker (=Pferdekutschen, die einen durch den ersten Bezirk, Schönbrunn oder Zentralfriedhof kutschieren). Als Einheimische sehe ich wirklich nur Touristen in den Fiakern sitzen, die Pferde haben bestimmt kein schönes Leben, müssen auch in der schlimmsten Hitze zwischen den Autos durch und teuer ist es obendrein. Lieber in die Straßenbahn setzen, ein Fahrrad ausborgen oder am besten einfach zu Fuss durch die Stadt spazieren.

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Konzertkarten von Mozartdarstellern kaufen

Wer schon einmal vor der Oper oder vorm Stephansdom war, wurde bestimmt schon mal von den Menschen in Mozart- oder Sissikostümen angesprochen. „Mozart, Vivaldi, Konzerte, heute, morgen!“ Die Touristen werden oft regelrecht verfolgt, inzwischen gibt es aber Sperrzonen, in denen die Verkäufer ausschließlich ihre Tickets anbieten dürfen. Mein Rat: wimmelt sie so schnell wie möglich ab, denn ihr werdet nur Tickets für irgendwelche Hinterhoftheater kaufen. Stellt euch lieber in der „Restplatzbörse“ für die Staatsoper an, schaut euch was richtig tolles an und wer nichts dagegen hat (zumindest zu Beginn) zu stehen, kann auch für kleines Geld eine tolle Show sehen.

Touristenfallen in Wien – Restaurants und Lokale

Das wichtigste vorerst: von einer richtigen „Touristenabzocke“ in Wiener Restaurants habe ich noch nicht wirklich was gehört. Einige Dinge kann man sich trotzdem sparen. Da wären zum einen sämtliche Lokale, die ihre Gerichte im Schaufenster ausstelle und Lokale die durch Promoter auf der Straße Werbung machen.

Natürlich gibt es auch jede Menge sehr touristische Lokale in Wien, die von sämtlichen Touristen besucht werden. Diese würde ich aber auf keinen Fall als „Abzocke“ betiteln, sie sind viel eher Wiener Institutionen, die ich auch als Einheimische mindestens einmal im Jahr besuche. So zum Beispiel das Sacher Hotel, in dem ich auch mal gearbeitet habe. Oder auch Plachutta, das Café Central oder Mayer am Pfarrplatz.

Tolle Lokale, die ich von Herzen empfehlen kann sind stattdessen:
  • Zum Frühstücken am besten ins Erich, zu Joseph oder ins Klyo an den Donaukanal
  • Zum Lunch ins Landthaus Bootshaus an der Alten Donau, ins Neni oder Karma Food
  • Kaffee trinken im Café Francais und in den Adlerhof, Eis essen bei Veganista und
  • Abendessen im Salon Plafond, ins Mochi oder ins SO Vienna, mit Blick über die Stadt
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Touristenfallen bei öffentlichen Verkehrsmittel

Mit der Vienna Ring Tram fahren

Die gelbe Vienna Ring Tram fährt einmal um den Ring, führt vorbei an den Ringstraßenhotels, dem Wiener Rathaus, der Universität und dem Parlament. Der ganze Spaß kostet 12 Euro. Dieses Geld könnt ihr euch sparen, denn viele Straßenbahnen fahren genau die gleiche Strecke und sind im normalen Öffi-Preis inbegriffen. So könnt ihr zum Beispiel die Linien 2, 1, 71 und D nehmen – bei der ihr jeweils einmal umsteigen müsst, um die ganze Runde um den Ring fahren zu können. Hier fehlen euch jedoch die Kopfhörer mit den Infos zu sämtlichen Gebäuden, die es in der Vienna Ring Tram gibt. Auf die historischen Tram müsst ihr aber nicht verzichten, wartet einfach auf einen Zug, der mit der alten Garnitur fährt.

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Mit dem CAT zum Flughafen oder in die Stadt fahren

Der CAT („City Airport Train“ fährt euch für 12 Euro in 16 Minuten von der Station Wien Mitte Landstraße zum Flughafen. Die Züge sind neu, schnell und fahren die Strecke ohne Zwischenstops durch. Ihr könnt bei Flügen mit Austrian Airlines, Lufthansa und Co. sogar das Gepäck schon in Wien Mitte aufgeben, es wird dann automatisch weiter durchgecheckt. Ihr könnt aber auch 4,20 Euro (ohne Vorteilscard) zahlen, seid mit der richtigen Verbindung in 22 Minuten am Flughafen und habt jede Menge Geld gespart.

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Achtung bei den Tickets der Wiener Linien

Um auf diese „Touristenfalle“ reinzufallen, muss man noch nicht mal ein naiver Tourist sein. Wer nämlich für mehr als 3 Tage (72 Stunden) in Wien ist, kann auch gleich ein Wochenticket kaufen – die beiden Tickets kosten nämlich beide 17,10 Euro. Allerdings gilt das Wochenticket nur von Montag bis Montag. Wenn man also am Sonntag ein Wochenticket kauft, dann gilt das nur noch 2 Tage. Wer am Sonntag das 72 Stunden-Ticket kauft, kann das zumindest bis Dienst nutzen. Nicht ideal gelöst und ich musste mich selbst auch schon deswegen ärgern.

Im Großen und Ganzen, ist Wien sehr touristenfreundlich und es gibt keine größeren Touristenfallen, die einen wirklich viel Geld aus der Tasche ziehen. Ein Grund mehr Wien zu lieben und immer wieder zu kommen – nicht umsonst ist es meine liebste Stadt auf der Welt.

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Warst du schonmal in Wien und bist auf in eine Touristenfalle getappt? Dann erzähle gern in den Kommentaren davon! Damit hilfst du anderen Reisenden – ich freu mich über deinen Input!

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