Traveldiary Prague

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In der Dämmerung über die Karlsbrücke spazieren, mit dem Geruch von Baumbrot in der Nase und einfach nur die Lichter beobachten die sich im Wasser der Moldau spiegeln… ein paar Minuten vor jeder vollen Stunde in der Menschenmasse vor der Rathausuhr stehen und gespannt auf das Glockenspiel warten bis der Zeiger auf die 12 springt und alle Menschen plötzlich ganz still sind.

Wie ihr vielleicht auf Facebook und Instagram mitbekommen habt, hab ich das vergangene Wochenende in Prag verbracht. Obwohl es nur einen Katzensprung von Wien entfernt ist, hat sich erst jetzt die Gelegenheit ergeben. Und ich muss sagen: Prag hat mich nicht zum ersten Mal gesehen, ich hab mich wirklich in diese Stadt verliebt.

Zuerst zur Anreise: seid ihr aus Wien ist es am günstigsten mit dem Bus von Eurolines zu fahren. Ihr fahrt um die 4 Stunden und Hin- und Retour zahlt man nur 44 Euro. Auf der Fahrt hin sind wir durch sehr viele tschechische Dörfer gefahren, so sieht man wenigstens etwas mehr vom Land als nur die Autobahn. Beim Zurückfahren hatte wir einen Doppeldeckerbus mit WLAN, der allerdings über die Autobahn fuhr. Los geht es in Wien Erdberg und in Prag steigt man am Bahnhof Florence aus, der alle Busse in die Altstadt und die U-Bahn gleich vor der Tür hat. Ich empfehle euch aber die Tickets ein paar Tage vorher zu kaufen (wir fuhren am Freitag los, die Tickets konnte ich am Montag ohne Probleme besorgen). Vergesst auch euren Reisepass nicht!

Am meisten hat man von Prag, wenn man einfach gemütlich durch die Altstadt spaziert. Die Stadt hat etwas märchenhaftes und man fühlt sich vom ersten Moment an einfach wohl. Jedes einzelne Haus passt perfekt in die Atmosphäre von Prag, ich kann einfach nicht aufhören davon zu schwärmen.

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Einziger Nachteil an der Altstadt: Sie ist übervölkert von Souvenir-Shops bei denen man Augenweh bekommt wenn man einen Schritt reinwagt. Man kann dort unzählige Luster kaufen, die alle eingeschalten sind, das grelle Licht könnt ihr euch bestimmt vorstellen. Außerdem gibt es Unmengen von Juweliergeschäften und Thai-Massagesalons. Wir haben nicht wirklich rausgefunden warum genau in Prag so viele Thai-Massagen von Menschen in Santa Claus- und Geisterkostümen angeboten werden. Falls ihr das zufällig wisst, bitte verratet es mir! Um richtig shoppen zu können, schaut mal bei Palladium (nám. Republiky 1, 110 00 Praha 1) vorbei, ein großes Einkaufszentrum mitten in der Stadt. Dort gibt es sogar einen Topshop (auf das ich ganz wild war weil es das in Österreich ja leider nicht gibt). Und auch am Wenzelsplatz könnt ihr euch zu Tode shoppen.

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Spaziergang durch das Judenviertel Prags. Leider war der Friedhof und das jüdische Museum vorübergehend  geschlossen. Aber auch ohne dem war es wirklich schön.

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Obwohl ich eigentlich gar kein Bier mag, hab ich es in Prag zum Essen bestellt und siehe da, die richtige Atmosphäre und das traditionelle tschechische Essen und es hat mir tatsächlich geschmeckt! Vor allem Velkopopovický Kozel!

Ein Restaurant dass ich euch wirklich ans Herz legen kann ist das „Puskin„, auch mitten im Zentrum der Altstadt. Meiner Meinung nach ist es immer gut wenn auch Einheimische dort essen, dass zeigt das es keine Touristenfalle ist. Der Kellner war wirklich sehr nett und hat uns einige Sachen der Speisekarte empfohlen, die wirklich sehr gut waren. Die Portionen sind genau richtig, obwohl tschechisch eigentlich ein schweres Essen ist waren wir nicht pappsatt und müde – perfekt! Mein Tipp: Das Wildschwein mit Semmelknödel!

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Was bei einem Besuch in Prag natürlich nicht fehlen darf ist die Prager Burg. Dafür gibt es einen Pass mit der man den Eintritt für den alten Königspalast, das Museum zur Geschichte der Prager Burg, die St. – Georgsbasilika, der  St. Veit-Domschatz, das Goldene Gässchen, die Gemäldegalerie, den Pulverturm, die St. Veits-Katedrale, den Rosenberger Palast und den großen südlichen Turm des St. Veitdoms zahlt. Ihr könnt euch dabei zwischen einer großen Runde (hier habt ihr alle oben aufgezählten Sehenswürdigkeiten) oder einer kleinen Runde (alter Königspalast, St.-Georgsbasilika,  das goldene Gässchen und die St. Veits-Katedrale). Die große Runde kostet 350 KC, was circa 13 Euro sind und die kleine Runde kostet 250 KC (rund 9,50 Euro). Außerdem gibt es Rabatte für Studenten (große Runde – 175 CK, kleine Rund 125 KC), Familienrabatte und Kinder unter 6 Jahren und Leute mit Behinderungen sind generell gratis. Meiner Meinung nach zahlt sich dieser Pass schon aus, vor allem wegen des goldenen Gässchens und dem alten Königspalast. Auch der Blick von der Burg über die Stadt ist einfach unbezahlbar.

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Auf die großen Discotheken wie „Karlovy Lanze“ (die größte Disco in Zentraleuropa) haben wir verzichtet, dafür kann ich euch von einer richtig coolen Cocktailbar erzählen. In der Malostranské nàmesti 7 befindet sich das Diner & Cocktails „Jo’s„. Unser Hotel (The little town budget – dazu später mehr) liegt gleich 2 Türen weiter, wir gingen jeden Tag daran vorbei und haben uns dann am Abend entschlossen dort einen Cocktail trinken zu gehen. Auch hier waren die Kellner sehr hilfsbereit, im Keller befindet sich ein Club und die Cocktails waren richtig lecker. Am meisten beeindruckt hat mich Aber die Deko: Eine ausgepresste Limone, umgedreht und mit Zuckerwatte ausgestopft. Ich wollte das Kunstwerk gar nicht zerstören, deswegen wurden vorher noch ganz viele Fotos davon gemacht.

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Und nun zur Unterkunft: nur mal soviel dazu – das Little Town Budget Hotel ist wirklich top! Wie schon auf Facebook angekündigt, werde ich in den nächsten Tagen aber eine neue Kategorie auf globeastronaut einrichten und zwar Erfahrungsberichte von Unterkünften! Der nächste Beitrag wird also der erste Erfahrungsbericht von diesem Hotel sein, also #staytuned!

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