„Place – this way!“ – meine ehrliche und persönliche Review über Marrakesch

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*Disclaimer: die Erfahrungen von denen ich berichte sind meine persönlichen und subjektiven. Ich hatte von Marokko viel gutes gehört und mich daher riesig auf diese Reise gefreut. Falls DU andere Erfahrungen gemacht hast, freue ich mich darüber in den Kommentaren unter dem Beitrag zu lesen. Es gab jede Menge Momente, in denen mir Marokko überaus gefallen hat!

Gerade bin ich von meiner Reise nach Marokko zurück gekommen. Und ich hatte selten auf Reisen das Gefühl, dass ich mich richtig auf daheim und Wien freue. Das passiert nur, wenn ich mich irgendwo unwohl fühle. Und Marokko hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Seit Jahren wollte ich dorthin reisen, meine Vorfreude war riesig und ich hatte dementsprechend hohe Erwarten. Ständig habe ich auf Instagram und Co. die tollen Bilder gesehen und jeder schwärmt davon. Vielleicht hatte ich daher wildromantische Vorstellungen die kaum übertroffen werden konnten. Vielleicht haben wir uns auch besonders blöd angestellt und waren ziemlich naiv. Wer weiß! Ich habe gute und weniger gute Seiten von Marrakesch gesehen und im nachhinein bin ich froh, nicht nur die inszenierte und touristische Seite von Marrakesch kennen gelernt zu haben. Die ganze Reise war ein Auf und Ab und auf jeden Fall sehr lehrreich und voller Abenteuer. Und am Ende des Tages hab ich jede Menge zu erzählen. Aber beginnen wir von vorne.

Was man in Marrakesch nicht machen sollte

Sich auf Offline Maps verlassen

Angekommen in Marrakesch lief erstmal alles gut. Wir waren total überrascht wie schön und modern der Flughafen ist, fanden ohne Probleme den Bus in die Stadt, die Leute waren nett und der Weg vom Flughafen in die Medina war gepflegt und ganz anders als ich erwartet hatte. Wir stiegen am Place Jemâa el-Fna aus und mit einer Offlinemap ausgerüstet suchten wir unseren Weg zum Riad, das ich für die Tage in Marrakesch gefunden hatte. Vielleicht war das Kartenmaterial veraltet, denn dreiviertel der Straßen die es in Medina gibt, waren in der Karte einfach nicht eingezeichnet. Und so schafften wir es uns sofort zu verirren. Zu Beginn waren wir noch der Meinung in die richtige Richtung zu gehen, wir spazierten durch den Souk, waren  von den vielen Mopeds und Menschen überfordert, aber zuversichtlich bald anzukommen. Ständig kam jemand auf uns zu und meinte „This way“ und deutete in irgendeine Richtung. Irgendwann waren wir tatsächlich die einzigen Touristen, die Leute schauten uns immer komischer an und einige waren sogar richtig unfreundlich. Ein kleiner Junge kam auf uns zu und meinte „The road is closed“ und lief von uns davon. Geschlossen? Für uns? Oder für alle?

Schlussendlich wussten wir gar nicht mehr wo wir waren und beschlossen einfach umzudrehen. Zurück am Djemaa el Fna setzten wir uns in ein Café, tranken erstmal eine Cola, sammelten uns und starteten von vorne. Wir machten Screenshots von jeder Ecke auf Google Maps. Mit großen Anhaltspunkten am Weg und größeren Straßen schafften wir es schließlich doch ins Riad und waren mehr als glücklich aber müde endlich einchecken zu können.

Mit der Kamera um den Hals herumlaufen

Neuer Tag, neues Glück. Überzeugt davon, dass es am nächsten Tag bestimmt besser laufen würde, machten wir uns am nächsten Tag wieder auf den Weg. Wieder am Place Jemâa el-Fna um 10:30 am Vormittag waren wir die einzigen Touristen und somit das Hauptinteresse der Schlangebeschwörer, Saftverkäufer und Co . Ich wollte gerade ein Bild vom ausgestorbenen Platz machen, als plötzlich zwei Männer auf mich zu rannten und mich schon von weiten anbrüllten. Bis ich überhaupt verstand was los war, fingen sie schon an auf meiner Kamera herumzuzerren und fuchtelten mit den Händen vor meinem Gesicht herum. Endlich verstand ich. Sie dachten ich hätte sie fotografiert und wollten nun Geld von mir. Ich versuchte ihnen klar zu machen, dass ich 1. gar nicht sie fotografieren wollte und 2. noch nicht mal ein Foto gemacht hatte. Völlig sinnlos, denn sie brüllten einfach weiter. Ich hatte in dem Moment wirklich Angst und so drehten wir uns einfach um und gingen weiter. Sie liefen uns ein paar Schritte hinterher und ein Typ mit Trommeln verfolgte uns tatsächlich über den kompletten Platz. Kleiner Tipp für euch: Lieber versteckte Bilder mit dem Handy machen, anstatt mit der großen Kamera um den Hals durch die Gegend laufen. Davon fühlen sich viele Menschen bedroht.

Freizügige Kleidung tragen

Während ich im Vorfeld Freunde fragte was ich am besten anziehen sollte und mich online darüber schlau machte, was ich am besten einpacken sollte, legte ich großen Wert darauf nicht zu freizügig herumzulaufen. Mit langen Jeans, schulterbedeckenden Oberteilen und Midi-Röcken ausgestattet wollte ich Marrakesch erkunden. Schon bei der Ankunft sah ich Mädchen in Hotpants und Croptops. Ich trug kein Kopftuch, Schultern und Knie waren aber immer bedeckt und auch mein Ausschnitt war durch hochgeschlossene Oberteile verdeckt. Trotzdem fühlte ich mich ständig beobachtet und schon am zweiten Tag passierte es, dass ich plötzlich eine Hand an meinem Hintern spürte, die kräftig zupackte. Das ganze ging so schnell, dass ich gar nicht sagen konnte wer das jetzt war. Natürlich passiert sowas auch in Wien, aber egal wo man ist, man fühlt sich wenig wert und einfach unwohl.

Naiv durch die Stadt spazieren

„Will er uns wirklich den Weg zeigen oder werden wir gleich überfallen“ – der Gedanke war vor allem am ersten Tag ständig in meinem Kopf, ich hatte definitiv einen Kulturschock und war überfordert. Auf der einen Seite wurde uns ständig Hilfe angeboten, andererseits reagierten die Menschen wütend wenn wir dankend ablehnten. Später habe ich von Freunden erfahren, dass solche Situationen teilweise wirklich brenzlig werden können und man von einem „Guide“ zum Riad gebracht werden sollte, am Ende aber gar nicht mehr weiß wo man ist und dann tatsächlich ausgeraubt wird. Diese Erfahrung ist uns zum Glück erspart geblieben. Generell sind wir mit all unseren Sieben Sachen zurück in Wien gelandet.

Außerdem sollten wir für jedes Bild in denen nur ansatzweise jemand eventuell am Foto ist Geld bezahlen. Auf Märkten wird für Touristen ein dreimal höherer Preis veranschlagt. Handeln gehört hier dazu, richtig durchschaubar ist das ganze aber trotzdem nicht. Ich fühlte mich tatsächlich ständig gestresst und war am Ende des Tages immer total müde vom ständig wachsam sein. Vielleicht bin ich auch einfach nicht der Typ für solche Städte?

 

Pinit

 

Was man auf jeden Fall machen muss

Das marokkanische Essen probieren

Für Veganer ist Marokko ziemlich praktisch, denn auf jeder Karte wird man eine Gemüse Tajine, Gemüse mit Couscous und mehr veganes finden. Das Obst und Gemüse kommt direkt von Bauern aus der Region, ist frisch geerntet und einfach lecker. Probiert unbedingt den Minztee, kauft euch Datteln und die esst die Mandarinen, die es hier direkt vom Baum zum Frühstücksbuffet schaffen. Wir haben in Marrakesch wirklich ausgezeichnet gegessen und jede Menge Inspiration für neue Gerichte mitgenommen.

In einem der wunderschönen Riads übernachten

Von Anfang an war klar wo ich in Marrakesch wohnen möchte: ein schönes, authentisches Riad muss es sein! Und so fand ich das Rodamon Riad Marrakesch, ein Hostel, das auch Doppelzimmer hat. Mit Pool, Rooftop-Terasse und dem Mix aus marokanischem und moderem Stil, hab ich mich vom ersten Betreten an wohl gefühlt. Der Willkommens-Tee nach der anstregenden Suche war genau richtig und ich habe mich hier sehr willkommen gefühlt. Die Leute dort waren mehr als nett und mit der Secruity am Eingang habe ich mich auch immer sehr sicher gefühlt.

Minztee mit Blick über die Medina trinken

Minztee war vielleicht eine meiner liebsten Dinge die ich in Marrakesch kennen lernen durfte. Am besten mit Blick über die Stadt in einem der Rooftop-Lokale am Place Jemâa el-Fna oder etwas abseits – ganz egal, hauptsache mit Aussicht! Und während man das Chaos am großen Platz von Marrakesch sieht kann man es sich oben mit einer Tasse Tee mit viel Zucker gut gehen lassen.

Die geheimen Gärten von Marrakesch entdecken

Abgesehen vom bekannten Jardin Majorelle, das durch Yves Saint Laurent in jedem Touristenführer steht, ist auch der Jardin de Secret einfach ein Traum und auf jedem Fall einen Besuch wert! Wenn man mal genug von der Hektik der Medina hat, ist das der perfekte Rückzugsort um mal durchzatmen und zu entspannen. Und so verbrachten wir den Großteil dieser Reise in Rooftop-Restaurants oder schlenderten gemütlich durch die schönen Gärten und tranken dort jede Menge Minztee.

Die wunderschönen handgemachten Stücke Marokkos mitnehmen

Die Fliesenmuster in unserem Riad haben es mir richtig angetan und irgendwann will ich ein Badezimmer mit zumindest einer Wand mit diesem Muster. Aber auch andere typisch marokkanische Dinge wie die Bastteppiche, die Taschen, die Teekannen, Lampen und mehr sind einfach wunderschön und ich hätte so viel mitnehmen können, dass ich mindest noch zwei weitere Koffer gebraucht hätte. Auch wenn für Touristen prinzipiell bis zu drei Mal höhere Preise veranschlagt werden, habe ich mich einfach in den marokkanischen Stil verliebt.

 

Pinit

Marrakesch war ein Auf und Ab

Prinzipiell verlief jeder Tag wie folgt: wir waren top-motiviert, mussten einmal durch den Souk und waren danach komplett erledigt. Dann machten wir eine Pause, sammelten unsere Kräfte und das Spiel ging von vorne los. Auch wenn ich viele Sachen in dieser Kultur nicht verstehe, habe ich auch schöne Seiten kennen gelernt. Was mich aber am meisten gestört hat, war die Tatsache als Frau nicht beachtet zu werden. Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass der Mann quasi die Rolle des „Außenministers“ hat und die Familie nach außen präsentiert, während die Frau die „Innenmisterin“ ist und innerhalb der Familie die Hosen anhat. Aber einige Situationen haben mich einfach total irritiert. Zum Beispiel,

  • … wenn jemand auf uns zukam um zu plaudern, wurde immer nur mein Freund angesprochen. Wenn ich mich in die Unterhaltung einbringen wollte, wurde ich eiskalt ignoriert. Bei der Verabschiedung wurde ich auch übergangen.
  • … dass ich ständig angestarrt wurde, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn ich dort dann auch noch mit meinem Freund sprach, fingen sofort alle an zu tuscheln. Und nein, ich hatte keine freizügige Kleidung an. Und nein, wir haben uns dann nicht mal geküsst oder anders wie berührt.
  • … oder der Kellner wieder davon ausging, dass mein Freund alles bezahlt und auch für mich bestellt.

Natürlich muss man ab und zu aus seiner Komfort-Zone hinaus um zu wachsen und sich ein Bild von der Welt machen zu können. Trotzdem habe ich mich in Marokko zeitweise überhaupt nicht willkommen gefühlt.  Ich kam mit der Vorstellung hin, dass man Touristen gewohnt sei und ein bisschen toleranter und weltoffener sei. Leider war das meiner Erfahrung nach gar nicht so. Was mir allerdings auffiel: Je länger wir in Marrakesch waren, desto weniger oft wurden wir angesprochen oder hatten das Gefühl jemand würde uns abziehen wollen. Klar, als Tourist mit Koffern hörte man uns schon von weitem und an unserem ersten Tag waren wir komplett überfordert, schauten ständig verwirrt auf das Handy und suchten verzweifelt nach Straßenschildern. Je besser man sich auskennt, auch wenn das oft nur Schein war, desto selbstsicherer wirkt man auf andere. Trotzdem bin ich sehr froh diese Erfahrung gemacht zu haben, denn wie schon zu Beginn beschrieben: es war ein Abenteuer!

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27 Comments
  • Angelika Mandler-Saul
    März 13, 2018

    Na boah wie anstrengend ist das denn -kann ich mir gut vorstellen. Wir wollten im Oktober endlich mal wieder richtig z u zweit kultururlaub in und um marrakech machen, aber ehrlich: das klingt stressig. und ich kann mir vorstellen, dass ich das ähnlich wie du empfinde. ich denke noch nach. riad ist mal ne gute empfehlung, danke. kommt noch ein bericht? glg angelika ohne cofffeeee.

    • Victoria
      März 13, 2018

      Liebe Angelika,

      ich fand es auch sehr stressig und es war nicht wirklich ein erholsamer Urlaub – abgesehen vom Riad, das war einfach ein Traum. Ich werde in den nächsten Wochen noch einen Bericht übers Hotel online stellen, außerdem kommt noch ein Beitrag über die Dinge die man unbedingt machen muss mit einem Video. Seit dieser Blogpost online gegangen ist, habe ich von mehreren Seiten gehört, dass der Süden schöner sein soll und dass Marrakech nicht wie der Rest von Marokko ist, vielleicht wäre ein Roadtrip da ja eine Möglichkeit für dich!

      Liebe Grüße, Victoria

    • Ursula
      April 16, 2018

      Ich habe Marrakesch erfreulicherweise anders erlebt. An sich war ich organisiert dort (Weltweit wandern- sehr empfehlenswert) bin aber auch stundenlang allein herumgestrolcht. So habe ich mich in den Souks total treiben lassen, bin wirklich verlorengegangen dabei und in Gassen geraten, in denen kein einziger Tourist war. Etwas anderes als erstaunte Blicke ist mir dort nicht widerfahren. Einmal hat ein junger Bub mich wieder aus dem Labyrinth geführt, nachdem er erklärt hatte, ich sähe nett aber sehr müde aus. Ich habe ihm danach etwas gegeben, aber freiwillig, er hätte nichts verlangt von mir. Grundsätzlich war uns übrigens gesagt worden, wir sollten alte Leute oder Frauen nach dem Weg fragen.
      Händler sprechen einen natürlich an. Ich habe darauf nicht gereizt sondern mit einem lächelnden „Merci!“ geantwortet, dann war es kein Problem. Man könnte sie auch mit einem Klicklaut anfahren, das wirkt auch, kam mir aber unfreundlich vor. Lieber bin ich es spielerisch angegangen.
      Der Jardin Secret ist wirklich ein Traum, die Dachterrassen, das Essen, die Riads desgleichen. Mich hat Marrakesch verzaubert. Und 5 Tage in der Wüste desgleichen!
      Ursula

  • Heike
    März 13, 2018

    Sehr ansprechender Blog – gefaellt mir sehr gut! Weiter so….
    LG Heike

  • Susanne
    März 13, 2018

    Hi Victoria,

    deine Erfahrungen decken sich teilweise mit meinen, allerdings hatte ich dieses Gefühlt des ständig auf der Hut seins viel stärker in Kairo. Da habe ich irgendwann von jedem Menschen, der mich ansprach, nur erwartet, abgezockt zu werden. Auch wurde ich in Kairo angegrabscht, in Marokko gar nicht. Das hat wahrscheinlich meinen Blick auf Marrakesch positiver geprägt und wenn man positiv eingestellt ist, verblassen die negativen Eindrücke eher mal. Deine Tipps, was man nicht machen sollte, sind für mich eigentlich größtenteils selbstverständlich, wobei ich meine Kamera in der Hand getragen habe und keine Probleme hatte,wenn ich Bilder gemacht habe. Ich war dort ohne männliche Begleitung nur mit einer Freundin und als zwei Blondinen konnten wir kaum über den Markt gehen. Das hat mich auch genervt, aber nach dem ersten Tag hab ich einfach alle Sprüche eiskalt ignoriert und dann ging es. Marrakesch ist schon ein Muss, aber andere Orte in Marokko haben wir noch besser gefallen und dort war auch die Aufdringlichkeit gleich null. Gerade der Djemna el Fna ist schon ein Extrem. Ich kann dir nur empfehlen, Marokko noch eine zweite Chance zu geben und z. B. Ausflüge nach Ait Ben Haddou, Ouzoud oder ins absolut entspannte Essaouira zu machen. Ruhig auch mal eine geführte Tour, die sind ziemlich günstig, sicher und gut organisiert. Wir haben uns immer nett unterhalten mit unseren Guides und haben uns als Frauen gar nicht unwohl gefühlt. Auf meinem Blog findest du dazu ausführliche Berichte.
    Ganz liebe Grüße
    Susanne

    • Victoria
      März 13, 2018

      Liebe Susanne,

      danke für die vielen Tipps! Ich kann mir vorstellen, dass das bestimmt anstrengend war – Hut ab, das du sowas dann ignorieren kannst. Ich werde auf jeden Fall auch bei dir am Blog vorbeischauen 🙂

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Sarah
    März 13, 2018

    Total interessanter Bericht! Ich finde es wirklich toll, wenn man mal einen ehrlichen Eindruck bekommt. Hut ab – sehr bildhaft geschrieben. Ich habe sowas schon mal anderswo erlebt und ähnlich empfunden. Manchmal denkt man dann, etwas würde mit einem nicht stimmen oder man hatte falsche Erwartungen. Aber es kann ja auch nicht immer alles nur schön sein – selbst auf Reisen.
    LG
    Sarah

    • Victoria
      März 13, 2018

      Liebe Sarah,
      danke für dein Feedback! Wo war es denn bei dir so? Wir hatten dort tatsächlich das Gefühl, dass wir uns wohl besonders blöd anstellen, wenn alle davon schwärmen und wir das ganz anders sehen. Ich bin mir sicher, dass es das nächste Mal besser wird. Auch wenn ich noch nicht weiß, wohin die nächste Reise geht.

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Tatiana
    März 14, 2018

    Mir ging’s in Marrakesch ganz genauso! Ich bin dann noch für ein paar Tage nach Essouira gefahren, das war wesentlich erholsamer. Schade, dass Marrakesch so anstrengend ist 🙁 Hab übrigens auch was über Marrakesch bei mir auf dem Blog aus der Sicht als Alleinreisende geschrieben, falls du mal reinschauen willst.

    • Victoria
      März 14, 2018

      Das klingt total spannend, da schau ich auf jeden Fall vorbei! Von Essouira hab ich jetzt nach der Reise auch öfter gehört – naja, vielleicht gebe ich dem ganzen in ein paar Jahren doch noch mal eine Chance 🙂

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Barbara Homburg
    März 14, 2018

    Meine Erfahrungen entsprechen so gar nicht deinen. Die Menschen dort behandelten mich bisher sehr respektvoll. Und das die Männer nicht mich ansprechen sondern meinen männlichen Begleiter ist nicht Unfreundlichkeit sondern im Gegenteil Respekt. Wenn man sie dann aber direkt anspricht antworten sie freundlich. Man sollte die Unterschiede im Verhalten zu anderen Menschen aus anderen Ländern hinnehmen und nicht alles schlecht reden. Içh fühle mich in Marrakesch sauwohl und sehe zwar auch die Dinge die dort nicht optimal sind , aber das gibt es überall. Wer die Mentalität der Menschen in Marrakesch nicht mag muss eben dort hinfahren wo es anders ist.

    • Victoria
      März 14, 2018

      Liebe Barbara,

      danke für dein Feedback! Anscheinend hatte ich einfach eine falsche Vorstellung und anscheinend ist Marrakesch einfach nicht meine Stadt. Ist ja auch nicht schlimm, die Welt ist ja groß genug 🙂

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Sabine von Ferngeweht
    März 15, 2018

    Danke für den spannenden Einblick. Ich war mit einem Guide in Marrakesch, daher habe ich mich jederzeit sicher gefühlt. Aber ich kann mir vorstellen, dass es allein eine andere Erfahrung ist, vor allem in den unüberschaubaren Souks. Schön, dass Du Dir die Laune trotzdem nicht hast verderben lassen 🙂

    • Victoria
      März 16, 2018

      Ich glaube mit einem Guide wird man erst gar nicht in so komische Gegenden kommen, bzw. wird eher akzeptiert, wenn man mit einem Einheimischen unterwegs ist 🙂 Nein, wenn ich schon mal dort bin will ich ja das beste aus der Situation machen 🙂

  • inka
    April 1, 2018

    Oh krass, danke für diese ehrlichen Schilderungen, die dennoch so viel Raum zum Relativieren lassen. Das hast du toll hinbekommen, finde ich, denn es ist ja wirklich nicht einfach, Schlechtes über eine Stadt oder ein Land zu schreiben, ohne zu generalisieren.
    Leider höre ich das nicht zum ersten Mal, exakt so wurde mir das schon mehrfach berichtet. Wenn Leute begeistert waren, waren die immer in einer Gruppe unterwegs, organisiert von örtlichen Veranstaltern. Das scheint wohl der Unterschied zu sein – logisch, dann verläuft man sich nicht und mit einem inländischen Guide und einer Gruppe wirst Du wohl auch weder blöd angesprochen oder angegrapscht. Meins wäre das auch nicht (mehr), daher habe ich mir vorgenommen (tatsächlich schon vor längerer Zeit): Wenn Marokko, dann mit Reisegruppe (das kann cooler sein als man denkt, da bin ich aber auch erst später drauf gekommen ;).
    LG /inka

    • Victoria
      April 2, 2018

      Liebe Inka,

      danke vielmals für dein Feedback! Ich wollte natürlich nicht alles in einen Topf werfen – das wäre mir dann ja auch nicht ehrlich.
      Inzwischen hab ich auch herausgefunden, dass fast alle Leute denen es gefallen hat in Gruppen unterwegs waren – wir wollten das einfach auf eigene Faust erkunden.

      Alles Liebe,
      Victoria

  • Eva
    April 7, 2018

    Liebe Victoria,
    ich hätte diesen Post zuerst lesen sollen 😉 Jetzt weiß ich über die Gefahren bestens bescheid. Danke!
    Vor diesen Dingen hatte ich Angst, als wir das 1. Mal in die Emirate geflogen sind. Ehrlichgesagt habe ich mich zum Beispiel nur 2 Mal unwohl gefühlt. Beide Male waren in verschiedenen Souqs, allerdings ausserhalb Abu Dhabi‘s und Dubais. Es stimmt schon! Es wirkt bedrohlich von Männerblicken so durchbohrt zu werden. Immer war ich froh, meinen Mann bei mir zu haben.

    Sollte es mich wirklich nach Marokko verschlagen, werde ich also extrem vorsichtig sein!!!!

    Ich danke dir von ganzem Herzen für deinen ehrlichen Beitrag.

    Liebste Grüße!
    Eva

    • Victoria
      April 9, 2018

      Liebe Eva,

      danke dir für dein Kommentar! In Abu Dhabi und Dubai war ich noch nie, da kann ich also leider keinen Vergleich ziehen!

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Verena
    Juni 27, 2018

    Danke für diesen ehrlichen Reisebericht! Zwischen all den enthusiastischen Reiseberichten, hatten wir schon das Gefühl, wir seien die einzigen, die nicht nur positives erlebt haben.
    Mein Mann und ich sind gerade von einer zweiwöchigen Marokko-Rundreise zurück gekommen und das auch mit sehr durchwachsenen Gefühlen. Es war auf jeden Fall ein Abenteuer und sehr interessant. Wir hatten viele positive Erlebnisse, aber leider auch so einige negative, so dass am Ende der Reise leider ein fader Beigeschmack blieb.
    Außerhalb von Marrakesch gefiel es uns auf jeden Fall besser, aber Marrakesch hat uns doch leider eher enttäuscht (vielleicht waren auch hier meine Vorstellungen 1001 Nacht-mäßig verklärt). Wir sind schon in diverse muslimische Länder gereist und ich habe mich auch entsprechend zurückhaltenden angezogen, dennoch wurde ich trotz der Begleitung durch meinen Mann ständig angestarrt und die Grapscher“attacke“ kommt mir bekannt. Unser größtes Problem war aber eigentlich das Gefühl, ständig zur Kasse gebeten zu werden.
    Ein intensiverer Trip in die Berge und die Wüste würden mich eigentlich noch reizen, aber wir brauchen doch vor erst ein wenig Abstand 🙂
    Liebe Grüße Verena

    • Victoria
      Juli 10, 2018

      Liebe Verena,

      ein „fader Beigeschmack“ trifft es auf den Punkt und ich verstehe genau was du meinst! Ich werde Marokko bestimmt auch irgendwann nochmal eine Chance geben, aber derweil reizen dann andere Länder doch mehr!

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Vanessa
    September 17, 2018

    Hallo Vicoria,
    Ich kann das nur bestätigen – sind am Tag 8 unserer 10 tägigen Rundreise durch Marokko voller Vorfreude in Marrakesch angekommen. Unser erstes Ziel die Medina. Kaum sind wir am Djemaa el Fna Platz angekommen wurden wir nonstop verfolgt. Verschleierte Frauen rannten uns hinterher und wollten und Hanna Tatoos verkaufen. Wir schlenderten durch die Souks und hatten schon garkein Interesse mehr irgendetwas anzuschauen. Nach 10min überdachten Gassen kamen wir am anderen Ende raus. Da ich mir den Weg zurück nicht nochmal geben wollte suchte ich eine Route parallel des Basars heraus und wir liefen los. Nach zwei Minuten rannten uns Jugendliche in den Weg und meinten die Straße sei weiter unten gesperrt und er zeigt uns den Weg – nichts war‘s nach zwei Mal abbiegen sollten wir ihm 1000MHD zahlen ansonsten hätten wir ein Problem. Nachdem ich ihn erst Müde anlächelte kam der zweite Mistkerl. Gut dass ich zwei Geldbörsen dabei hatte. In der einen waren 200MHD die ich ihm gegeben habe. Danach sind sie abgezogen!
    Nach diesem Ereignis kann ich nur sagen: Genießt eure hart erarbeiteten Urlaube in sichern Ländern!

    Viele Grüße
    Vanessa

    • Victoria
      September 19, 2018

      Liebe Vanessa,

      danke für dein Feedback! Es tut mir wahnsinnig leid, dass du so schlechte Erfahrungen machen musstest, das mit den Jugendlichen klingt ja wirklich schlimm! Da hast du auf jeden Fall noch mehr negatives erlebt als ich.

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Kerstin
    Oktober 26, 2018

    Liebe Victoria,

    viele Reiseblogs sind sicher in irgendeiner Form gesponsert und mal ehrlich, die ganzen Ausdrücke erinnern doch an Werbung wie aus dem Reisebüro? Was hat denn bitte dieses Elend , die Armut, der Gestank (warst du mal auf einem solchen Markt?) und der Dreck mit Träumen oder Märchen aus 1001 Nacht zu tun? Farben und Gerüche, die einen verzaubern? Wenn man die Schreie der Tiere hört, die bald oder vielleicht gerade abgemurkst werden…Bettlerinnen mit behinderten Kindern…die Menschen, die tagein tagaus im Dreck darauf warten, das ein reicher Tourist etwas Geld abdrückt.

    Vielleicht bin ich einfach zu sensibel, aber wo bitte ist da ein orientalisches Flair zu spüren? Die Aggressivität mit denen man auf die Touris zugeht, kann man den Menschen ja nicht mal übel nehmen. Ich habe in meinem Leben schon viele Dinge erlebt und gesehen, bin eigentlich schon zu abgehärtet und so schnell haut mich nichts um. Marrakesch hat mich umgehauen und nicht positiv! Aufgrund verklärter Reiseblogs bin ich völlig naiv und optimistisch meine Reise angetreten und saß zwei Tage später heulend im Riad und hab über eine Umbuchung nachgedacht…Ich habe das wenige Negative, das man findet gar nicht an mich heran gelassen. Ich wurde begrapscht, abgezockt, verfolgt und beschimpft. Ich bin eine blonde, jugendlich aussehende, allein reisende Frau, die französisch spricht und versucht hat, jeden freien cm Haut zu bedecken. Liebe Mädels, trotzdem seid ihr keine Männer und das kann euch in dieser polarisierenden, vielleicht oft verklärt gesehenen Stadt zum Verhängnis werden. Überlegt lieber nochmal, ob es unbedingt allein sein muss und nehmt wenn möglich einen Kerl mit! Und hört auf eure Freunde und Bekannten! Manchmal ist es besser nochmal in sich zu gehen…bevor der Urlaub ein Alptraum wird.
    Natürlich hatte auch ich schöne Momente, das schlechte Gefühl blieb allerdings die ganze Zeit über und hat den Urlaub leider überschattet. Never ever again!

    Das sind meine persönlichen Erfahrungen, die ich wiedergebe. Schonungslos und ehrlich…wie man es (auch das ist meine persönliche Ansicht) leider viel zu wenig im Netz findet. Hätte mich auch nicht abgehalten, logisch;-) Aber vielleicht hilft es eben allein reisenden Frauen, sich wirklich bewusst zu machen, was einen erwartet.

    Viele liebe Grüße an euch alle.

    • Victoria
      November 2, 2018

      Liebe Kerstin,

      es tut mir wahnsinnig leid, dass du auch schlechte Erfahrungen machen musstest. Ich wurde, obwohl ich mit meinem Freund unterwegs war, auch begrabscht – und der stand genau neben mir… Einfach der Wahnsinn.

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Marcus
    Januar 10, 2019

    Ich war vor kurzem mit meiner Freundin in Marokko, und ich muss sagen dass ich nicht gedacht hätte mich so sicher und frei in Marrakesch bewegen zu können.
    Ja wir hatten Glück mit unserem riad bzw. dessen Besitzer – wir wurden abgeholt vom Flughafen, anhand einer Karte wurde uns alles erklärt wie man am besten wohin kommt, niemals auf die Hinweise der Kinder reagieren usw.
    Meine Freundin wurde nie dumm angemacht, ich bin mit meiner Kamera rumgelaufen, Leute die ich fotografieren wollte habe ich gefragt, davon haben ca 10% abgelehnt, 10% wollten paar Dirham und für den Großteil war es sogar ok ohne Geld und alles.
    Wir sind dann aber auch nach 2 Tagen raus aus Marrakesch um unsere Rundreise zu beginnen – und da muss ich leider sagen dass eine „organisierte“ Tour die falsche Idee war. Denn diese sind überteuert, man wird an den sehenswerten Orten immer nur kurz vorbei gekarrt und vielerorts abgezockt.
    Es war trotzdem schön, da die Landschaft von hochalpin, zu Wüste, über Wälder und Täler usw einfach atemberaubend ist. Mein Tipp – Mietwagen nehmen und nach 1-2 Tage Marrakesch gen Süden durch das atlasgebirge, über ourzazete nach merzouga wo die großen Dünen sind und dort 1-2 Tage rein in die Wüste, dann ab nach Norden zu den Zedern Wäldern mit den Affen bis nach Fes (wo man sich tatsächlich richtig verlaufen kann (aber im positiven Sinne, da es in Fes viel ruhiger zugeht), im Gegensatz dazu ist Marrakesch ein Witz).
    Und von Fes aus Tageszour nach chefchouan und dann zurück nach Deutschland 😉

  • anna maria
    Februar 21, 2019

    Wir haben eine wunderschöne Tour für 4 in marokko Tage mit unserem Reiseführer ismail ins Wüstengebiet geschafft. Herrliche Landschaft, exzellente Organisation! Auf unseren freundlichen und hilfreichen Reiseführer kann man sich immer verlassen. Ich würde auf jeden Fall mit Moroccodeserttour4x4.com empfehlen, wenn ein ganz einzigartiges, unvergessliches Erlebnis in der Wüste in Marokko erwartet ist.

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