Traveling the world since 1996 – My travel story

10 min read

{:de}Wann immer ich jemanden erzähle, dass ich als Kind in den USA und in England gelebt habe und mit meinen Eltern einige Male umgezogen bin kommt die gleiche Reaktion: „Was? Und wie war das so? Kannst du dich noch an viel erinnern?“ Da die Frage nun auch hier am Blog des öfteren aufgetaucht ist, habe ich mich entschieden euch auch davon zu erzählen.

Mein Papa arbeitet nach wie vor für Infineon, einer Firma die, sehr vereinfacht aufs Wesentliche reduziert,  Halbleiter- und Systemlösungen herstellt. Bis vor einigen Jahren standen jede Menge Dienstreisen auf seiner Agenda und wenn man Frau und ein kleines Kind hat kann man nicht mal so für 6 Monate im Ausland sein. Also packten wir unsere Koffer und mein erstes großes Abenteuer startete: wir zogen nach Amerika.

Pinit
Pinit

Mit Sack und Pack von der Kleinstadt in die USA

Meinen ersten Flug machte ich also mit drei Jahren. Es ging über Amsterdam nach New York – ein kleiner Zwischenstopp für unser eigentliches Ziel: Vermont. Ich muss euch an dieser Stelle leider enttäuschen, denn als Dreijährige hat mich außer Eis essen, Spielplätz, mein Teddy Flori und auf dem Bett hüpfen nicht viel interessiert. Das Eis bekam ich übrigens von der Stewardess. Und zwar in so großen Mengen, dass ich mich im Flieger übergeben musste. Da hat sie es wohl doch zu gut mit mir gemeint.

Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit

Nach einigen Tagen in New York ging es dann nach Vermont. Dort lebten wir in einer Wohnung in der Stadt und leider habe ich kaum Erinnerungen an diese Zeit. Ich weiß noch das ich zwei Freundinnen hatte (Bo und Ody), dass ich meinen geliebten Teddybären in einem Kaufhaus verloren hatte (diese Geschichte hat ein Happy End, denn Flori sitzt nach 23 Jahren nun immer noch auf meinem Bett) und ein paar lückenhafte Erinnerungen an die Wohnung. Insgesamt lebten wir  knapp ein Jahr in den USA, bis das Projekt meines Papas zu Ende ging und es für uns wieder heimwärts nach Kärnten ging. Aber nicht für lange Zeit.

Pinit
Pinit

“Gannin yem” – Going home

Nach einer kurzen Zeit in Villach stand der nächste Umzug aber schon unmittelbar bevor. Es ging weiter nach Newcastle upon Tyne. Inzwischen waren es aber nicht mehr Mama, Papa und ich, denn meine Mama war inzwischen wieder schwanger und ich freute mich schon riesig darauf große Schwester zu werden und prophezeite allen, das es ein Mädchen wird. Und einige Monate später bekam ich dann wirklich eine kleine Schwester: Valentina Meghan.

Pinit
Pinit

Wir lebten in einem süßen kleinen Haus in einem wirklich netten Viertel und glücklicherweise kann ich mich an diese Zeit sehr gut erinnern. Ich ging in eine katholische Vorschule, hatte viele Freunde (mit einigen stehe ich jetzt noch in Kontakt, auch wenn sie inzwischen nicht mehr in Newcastle leben) und meine Eltern führten einige englische Traditionen in unser Leben ein. Zum Beispiel English Breakfast, eine Spezialität meines Papas, das englische Weihnachtsgebäck meiner Mama oder unsere Picknicks im Grünen mit allem was dazugehört.

Pinit
Pinit
Pinit

Während der knapp zwei Jahre die wir in England lebten, hatten wir genügend Zeit um jede Menge vom Land zu sehen. Während meine Eltern es unheimlich spannend fanden durch englische Gärten zu spazieren (auf dessen Rasen man natürlich nicht rennen und toben durfte, sehr zu meinem Ärger), schlurfte ich meistens lustlos hinterher. Mit Schlösser und Burgen konnte ich mich da mehr anfreunden, zum Glück gab es davon auch jede Menge in England. Spätestens als der Picknickkorb aber geöffnet wurde und ich etwas zu essen bekam war ich wieder glücklich und zufrieden.

Pinit
Pinit

Während der Zeit in Newcastle lernte ich natürlich auch Englisch – allerdings den Geordie Accent, den all meine Freunde auch sprachen. Als ich schließlich in Österreich normal mit sieben Jahren eingeschult wurde verstand mich meine Lehrerin oft nicht, das „Englisch“ das ich von mir gab verstanden auch nur die Nordengländer und Schotten. Inzwischen kommt der Dialekt nur nach langen Gesprächen mit meinen alten Freunden aus Newcastle wieder zum Vorschein, mein Englisch ist dank diverser Serien und Filme nun viel amerikanischer. Nach einiger Zeit höre ich mich wieder hinein und die Wörter aus dem Geordie Accent kommen wie von selbst wieder.

 

Pinit
Pinit

Wenn i den See seh, brauch i ka Meer mehr

Nach dem zwei Jahren ging zurück nach Villach. Schon während wir noch in England lebten begannen meine Eltern ein Haus am Faaker See zu bauen und bis es soweit war lebten wir noch einige Monate in unserer alten Wohnung. Als wir dann endlich einziehen konnten wechselte ich zum dritten und letzten Mal den Kindergarten, anschließend normal in die Volksschule und begann mit 10 Jahren das Gymnasium.

Pinit
Pinit

Next stop: Malaysia?

Als ich dann 12 Jahre alt war bekam mein Papa ein weiteres Projektangebot. Das Ziel: Georgtown, Malaysia. Wir flogen dorthin, schauten uns Wohnungen und meine neue Schule an – um dann aber doch in Österreich zu bleiben. Ausschlaggebend dafür war meine Sturheit und die Tatsache, dass ich meinen geliebten Kater Sammy einfach nicht zurücklassen konnte. Rückblickend gesehen wäre es natürlich eine tolle Chance gewesen, aber zu diesem Zeitpunkt wollte ich einfach nicht schon wieder umziehen und in einer neue Schule „die Neue“ sein. Da konnte mich nicht mal die Pools und Penthouse-Wohnungen überzeugen.

Pinit
Pinit

Pinit

Pinit
Pinit

Vom erwachsen werden und selber in die Welt ziehen

Was dann folgten waren nur noch kurze Auslandsaufenthalte, allerdings dann schon auf eigene Faust und ganz ohne Eltern. Mit 16 Jahren ging es zuerst noch für drei Monate nach Wien um im Hotel Sacher ein Praktikum zu machen. Im Jahr darauf ging es dann für neun Wochen in die wunderschöne Toskana, genauer gesagt nach Sarteano und ein Jahr später verschlug es mich dann nach London. Dabei sind mir die Erinnerungen an meine Zeit in Italien die, an die ich am liebsten zurück blicke. Jeder einzelne Tag war so lustig und ich erlebte so viel das es sich viel länger anfühlt als ein bisschen mehr als zwei Monate und trotzdem ist die Zeit wie im Nu verflogen.

Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit

Und dann? Ich maturierte in der Kärntner Tourismusschule Villach Warmbad, wollte dann eigentlich für ein Jahr nach Südafrika gehen und landete aber schlussendlich in Wien. Hier gefällt es mir gerade so gut, dass ich mir zurzeit gar nicht vorstellen kann wo anders zu leben. Aber wer weiß, was das Leben noch für mich bereit hält! 2014 habe ich diesen Blog gestartet und habe damit noch mehr Möglichkeiten die Welt zu entdecken. Es macht mir nach wie vor, und im Moment sogar besonders viel, Spaß euch auf meine Abenteuer mitzunehmen und ich freue mich über jeden Leser, Like oder Kommentar hier oder auf meinen Social Media Profilen. Danke, dass ihr Teil dieser Reise seid!

Was ich von all dem mitnehmen konnte? Erstens: man findet überall auf der Welt schnell neue Freunde, vor allem als Kind. Zweitens: Reisen macht so viel weltoffener und toleranter und es ist wichtig, dass man sowas schon als Kind lernt. Drittens: manchmal ist es gut einen kleinen Schubs zu bekommen, denn ab und zu denke ich darüber nach wie mein Leben aussehen würde wenn wir doch nach Malaysia gezogen wären. Aber was wäre dann aus Sammy geworden? Und last but not least: gebt einem Kind niemals zu viel Eiscreme, egal wie sehr es bettelt. Vor allem nicht im Flugzeug 😉

Pinit
Pinit

 

{:}{:en}Whenever I’m telling somebody, that I lived in the states and in the UK as a child and that I moved a lot with my parents, I always get the same reaction: „What? How was it? What do you remember from that time?“ And because some of you asked me also here on Globeastronaut.com, I decided to tell you a little bit more about me and my childhood.

My father works for Infineon, a company which, to say it in one sentence, produces semiconductor and system solutions. Until a few years ago he had to travel a lot for his job, but when you have a wife and a little child, you just can’t leave them at home for six months or even longer. So we packed our bags and my very first adventure started: we moved to the United States of America.

Pinit
Pinit

With bags and baggage from the small town to America

The first time I sat in an airplane was when I was three years old. From Amsterdam to New York – a little stop before we arrived at our final destination: Vermont. At this point I have to disappoint you: I rarely remember something from this time and I had no interests on exploring the states. All I thought about was icecream and jumping on my bad. It started with the icecream, which I got on the plane and I got way too much, because I had to throw up everything. Sorry to the stewardesses! 😉

After a few days in New York we arrived in Vermont. We lived in an appartment and I only remember having two friends (Bo and Ody), loosing my teddy in a shopping mall (this story has a happy end, because Flori is still sitting on my bed) and that I broke my labial frenulum on a playground.

Pinit
Pinit

Pinit

Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit

Pinit

We stayed for nearly a year in the states, before my dads project was over and we moved back to Austria. But not for a very long time!

Pinit
Pinit

“Gannin yem” – Going home

After a short while in Villach our next move was waiting for us. We went to Newcastle upon Tyne. But at this point it wasn’t only my dad, my mum and me, because my mum was pregnant and I was super excited to be a big sister. I remember telling everyone that it’s a girl and a few months later I really got a little sister: Valentina Meghan.

We lived in a cute little house in a charming neighborhood and luckly I can remember a lot from this time. I went to primary school, had lots of friends (I’m still in contact with some of them) and my parents started introducing some english traditions in our life. For example english breakfast (my dad is a pro in cooking it), the english christmas pastries and picknicks outside on the weekends.

Pinit
Pinit
Pinit

While those two years in England we had a lot of time to explore the country. My parents were totally into english gardens (where you are not allowed to jump and play on the ground) and so I remember being bored a lot on those weekends. Old castles and beaches were much more fun, thank god you can visit a lot of them. But at the latest when my mum opened her picknick basket and it was time to sit on the gras and having delicious food, I was happy and satisfied again.

 

Pinit
Pinit
Pinit
Pinit

Of course I learned english while living in Newcastle – but it was the geordie accent, which all of my friends spoke. When I had english lessons at school back in Austria, my teacher often had to idea what I’m talking about, it was really hard to understand what I was saying. Now I’m speaking the regular english, but when I’m talking with my old friends, it takes a few hours and I’m again into the geordie accent for a little bit.

Pinit
Pinit
Pinit

„Wenn i den See seh, brauch i ka Meer mehr“

After those two years we moved back to Villach. My dad started building a house at the Faaker See when we were still in the UK. So after a few months our house was ready to move in and it was time to settle down. I went to the kindergarden for one last year, then to elementary school and startet the „Gymnasium“ (Grammar school).

Pinit
Pinit

Next stop: Malaysia?

When I was 12 years old, my dad got another offer for a new project in Georgtown, Malaysia. So we booked a flight to Kuala Lumpur and Georgetown, looked for an appartment and my new school, but at the end we stayed in Carininthia. The reason was, that I did not want to leave my cat Sammy all alone. Looking back it would have been a great opportunity, but I did not want to move again and start a new school. How matter how cool the pool and penthouse-appartment looked like. At the end my dad started to commute between Villach and Georgtown for a few years.

Pinit
Pinit

Pinit

Pinit
Pinit

Growing up and exploring the world on my own

And after all of that? I started traveling on my own. With 16 I moved to Vienna for three months to work at the Hotel Sacher. One year later I was for nearly two months in Tuscany and the year after I lived in London for a few weeks. Remembering back to this time, I think I enjoyed living in italy the most. Every day was an adventure and so time was running so fast but at the same time it feels like I stayed much longer then two months.

What was coming next? I gratuated at the Carinthian Tourismschool in Villach Warmbad, then I wanted to move to South Africa for a year, but at the end I found myself in Vienna. I really enjoy living in this city and at the moment I can’t imagine living somewhere else. But you’ll never know what’s coming next! In 2016 I launched this blog while I had nothing to do in my office job. With this project, I had the chance to see much more from the world and I’m happy and thankful for every reader, like and comment here and on my social media profils! Thank you for being part of this journey.

What I learned for all this? First: finding new friends is really easy, especially as a kid. Second: traveling makes you so much more cosmopolitan and tolerant, which is very imporant to learn a a child. Third: Sometimes it’s good to get a little push, if you are afraid of new situations. Sometimes I think about how my live would look like if we did move to Malaysia. And last but not least: Don’t give a kid too much ice-cream, especially not in an airplane 😉

 

Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit
Pinit

 

Pinit
Pinit

 

{:}

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

8 Comments
  • Christine
    März 3, 2018

    Sehr schön und vor allem sympathisch! Danke für diesen Einblick und noch viele schöne Reisen wünsch ich dir 🙂

    • Victoria
      März 5, 2018

      Oh dankeschön! Das freut mich wirklich so sehr 🙂

  • Michelle
    März 13, 2018

    Eine schöne Lebensgeschichte!
    Klar ist es schwierig als Kind oft umzuziehen, immer die Schule zu wechseln und neue Freunde zu finden, weil man „die Neue“ ist, aber ich versteh die Malaysia-Entscheidung von damals sehr gut.
    Aber da hast du ja in deinem Leben schon mehr gesehen, als manch andere ihr ganzes Leben lang.
    Ich bin grad zum Austauschsemester in Singapur ✌
    Deshalb schick ich die auch sonnige Grüße nach Österreich
    Michelle | The Road Most Traveled

    • Victoria
      März 13, 2018

      Oh danke dir vielmals! Ich wünsche dir ganz viel Spaß in Singapur!

      Alles Liebe,
      Victoria

  • Sina
    April 8, 2018

    Hey Victoria,

    vielen Dank für diesen sympathischen Einblick! Toll, wie viel du schon rumgekommen bist, aber auch interessant (und ehrlich!) dass es für ein Kind wohl oft nichts Wichtigeres und Schöneres gibt, als das Zuhause und die vertraute Umgebung – egal wie schön die Ferne ist.

    Ich liebe deine Fotos, deine Art zu schreiben und das Design deines Blogs und werde mich jetzt erstmal ausführlich durchlesen 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Sina

    • Victoria
      April 9, 2018

      Liebe Sina,

      danke dir vielmals, das freut mich total! 🙂

      Liebe Grüße,
      Victoria

  • Wilde Hilde
    April 10, 2018

    Danke für den Einblick in deine Reisegeschichte! 🙂

Previous
Budapest Budget Guide – Anreise, To-Dos und mehr
Traveling the world since 1996 – My travel story