Geheimes Wien – eine Behind the Scenes-Tour durch Wien mit Secret Vienna

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Inzwischen darf ich seit fast fünf Jahren Wien meinen Lebensmittelpunkt nennen und ich genieße jeden Tag in dieser schönen Stadt. Ich kenne bei Gott nicht alles, obwohl Wien im Gegensatz zu anderen Hauptstädten klein ist, fühlt es sich für mich trotzdem riesig an. Wien hat so viele unentdeckte Ecken und Plätze und so viele Geschichten zu erzählen. Ich persönlich finde ja, dass alles was ein bisschen geheimnisvoll und mysteriös ist, besonders spannend ist. Deshalb habe ich mich mal hingesetzt und einen neuen Wien-Cityguide für euch zusammengestellt, ganz nach dem Motto: je geheimnisvoller, desto besser!

Behind the scenes

Vergessene Abkürzungen durch die Stadt? Alte Palais? Gemeinsam mit Secret Vienna habe ich Wien so ganz neu für mich entdeckt und mich in die geheimnisvolle Welt einsaugen lassen. Sie haben mich netterweise die „Behind the scenes“-Tour mitmachen lassen und heute teile ich meine liebsten Plätze und Orte der Tour mit euch! Natürlich nicht alle, denn ich will euch ja nicht die Spannung an der Tour verderben. Egal ob ihr Einheimische, „Zuagraste“ (zu Deutsch: Österreicher die aus einem anderen Bundesland nach Wien gezogen sind) wie ich oder das erste Mal in der Stadt seid: so habt ihr Wien noch nie erlebt!

Die Keller Wiens

Ein Punkt der Tour hat mich wirklich staunen lassen – nämlich die Keller Wiens. Wusstet ihr, dass sämtliche Häuser im ersten Bezirk bis zu sieben Kellergeschosse haben? Während im 18. und 19. Jahrhundert die Leute quasi in einer unterirdischen Stadt unter Wien gelebt haben, wurden die Keller, die alle miteinander verbunden waren, während des zweiten Weltkrieges als Schutzbunker genutzt. Fast vergessen, wurden sie dann beim Bau der U-Bahn wieder entdeckt und heute dienen sie meistens zur Lagerung irgendwelcher Sachen. Wenn ihr also das nächste Mal durch den ersten Bezirk spaziert und halb unterkellerte Fenster seht: das war eine der Luftzufuhren für die tiefen Kellergeschosse, in denen oft 20 Menschen auf 15 Quadratmeter lebten, oft zusammen mit ihren Tieren, ohne Licht, ohne Wasser. Übrigens waren die Kellerräume miteinander verbunden und Durchgangszimmer – also marschierte ständig jemand durch und sowas wie Privatsphäre gab es einfach gar nicht. Als ich nach der Tour zurück in meine Wohnung gekommen bin, war ich ganz baff – man weiß oft gar nicht zu schätzen in welchem Luxus wir eigentlich leben.

Pinit
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Von den Innenhöfen Wiens

Sämtliche Palais, wie zum Beispiel das Palais Harrach haben auch wunderschöne Innenhöfe, die ihr auf jeden Fall sehen müsst, so fotogen und wunderschön wie sie sind. Wusstet ihr übrigens: das nahezu jedes Gebäude Karl Wlaschek gehörte? Wer nicht weiß wer besagter Herr ist: das ist der Typ der Billa gegründet hat! Mit bis zu 200 Immobilien hat er sich schlussendlich eine private Krypta mitten im ersten Bezirk geleistet und ist einer von ganz ganz wenigen Menschen, die im ersten Bezirk begraben sind.

Adresse: Herrengasse 16, 1010 Wien

In vielen Innenhöfen, die man sich vielleicht zuerst gar nicht betreten traut, warten gemütliche Lokale mit versteckten Schanigärten auf einen. Gemütlich und so ruhig, dass man gar nicht glaubt jetzt mitten im ersten Bezirk in Wien zu sein und den Trubel der Stadt für ein paar Stunden vergisst. Zum Beispiel der Innenhof der Schottenbastei beim Schottengymnasium!

Meine Empfehlung: Gleich dort in der Abkürzung zum Schottentor gibt es übrigens das Café Felzl – wirklich guter Café mit einem Hauch italienischem Flair. Und damit kommen wir gleich zum nächsten Punkt: La dolce vita in Wien.

Italienische Eleganz mitten im 1. Bezirk

Obwohl das Palais Ferstel eigentlich mitten im ersten Bezirk ist, habe ich es auch erst recht spät entdeckt und noch gar nicht so oft auf Instagram gesehen. Gleich bei der Herrengasse an der Freyung wurde das Palais zwischen zwei anderen Häusern quasi hineingequetscht. So sieht es jedenfalls auf den ersten Blick aus. Einmal drinnen erinnert es an ein altes italienisches Palazzo – mit süßen Cafés und Weinbars, coolen Shops und einem wunderschönen Arkardenhof den ihr gesehen haben müsst!

Pinit
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„Das Central ist nämlich kein Caféhaus wie andere Caféhäuser, sondern eine Weltanschauung.“  – Alfred Polgar

Obwohl das Palais auf den ersten Blick viel kleiner aussieht als die restlichen Häuser, öffnet es sich nach hinten und schließt mit dem bekannten Café Central ab. Hier kann man zwischen Schriftstellern und Touristen kann man hier ein bisschen „Altes Wien“ spüren und sich wie einer der „Centralisten“ fühlen, wie Alfred Polgar, der zu den Stammgästen des Cafés gehörten.

Pinit
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Na, neugierig geworden? Mir persönlich hat die Tour wirklich gut gefallen. Ich war an Orten, die ich zwar schon kannte, aber hab trotzdem jede Menge neues über Wien erfahren und werde den ersten Bezirk von nun an mit ganz anderen Augen sehen. Neben der „Behind the scenes“-Tour gibt es übrigens auch die „Dark Side of Vienna“-Tour, die „Powerful Women of Vienna“-Tour, eine Mozart-Tour und viel mehr spannende Führungen durch die Stadt. Alle Infos dazu findet ihr hier.

Und zum Schluss noch ein Geheimtipp: macht die „Behind the scenes“-Tour bei Wolfgang! Er weiß so viel über die Stadt und mit seiner wirklich sympathischen Art und der Hörbuch-Stimme (wisst ihr was ich meine?) kann man ihm stundenlang zuhören!

*Vielen Dank an Secret Vienna, die mich auf die Secret Vienna – Behind the Scenes Tour eingeladen haben

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Vienna is my home since nearly five years now and I enjoy every second living in this beautiful city. I don’t know every corner, although Vienna is quiet small, in comparison with other capitals, but for me, growing up on the countryside, it feels huge. And Vienna has a lot unexplored places with incredible stories to tell. Because of that I decided to work on a new Vienna City Guide, true to the motto: the more mysterios the better!

Behind the scenes

Forgotten shortcuts through the city? Old palais in the first district? Together with Secret Vienna I explored Vienna in a complete different way. Luckly they invited me to join their „Behind the scenes“-Tour and in this blogpost I’m sharing some of my favorite spots I discovered with them. Not all of them of course, because I don’t want to spoil the whole tour! No matter if you are a tourist in Vienna, or live here your whole live or you are a „Zuagraste“ like I am (a austrian word for somebody who moved from another part of Austria to Vienna): you will see Vienna with different eyes after those tours, big promise!

The cellers of Vienna

One thing that was really impressing and interesting: the cellers of Vienna. Did you know, that every old building in the first district has up to 7 basements? While the 18th and 19th century people actually lived in the underground city under Vienna. All basements were connected to each other. While second world war the Nazis used those basements as protective bunkers. Nearly forgotten, those basements were found again when the tube was build and now it’s storage room. So when you’re walking around the first district and you see half of a window coming up from the ground, remember that this was a vent for the people living down there. One basement-room, which is about 15 square metres big, was home for up to 2o people, plus their animals. Without light, without water. They had a open fireplace and so it was really smokey. Oh and don’t forget: those basements were connected, so there was always somebody running through your home and something like privacy didn’t excist. When I came back home in my apartment after the tour I couldn’t stop thinking about it and I’m more then grateful to have such a luxurious home.

Pinit
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All about the inner courtyards of Vienna

Nearly every palais, for example the Palais Harrach, has beyond beautiful inner courtyards, which you have to visit. They are so instagram-perfect and worth visiting. Did you know, that nearly every building was bought by Karl Wlascheks? If you don’t know who that is: that’s the guy who founded the supermarket-chain Billa! He had up to 200 properties and because of that huge amount, he got a private krypt in the first district – plus he is one of the rare people who are burried in the city centre!

Adress: Herrengasse 16, 1010 Wien

In some inner courtyards, which often look so special, that you are scared to enter them, cozy and lovely restaurants with hidden pub gardens are waiting. Comfortable and so quiet, that you forget, that you are in the city center of busy Vienna! For example the inner courtyard of the Schottenbastei at the Schottengymnasium.

Italian elegance in midden the first district

Although Palais Ferstel is in the middle of the first district, it took me a while to discover this beautiful place. Next to Herrengasse at Freyung this Palais looks a bit yammed between the other, on the first sign, much bigger Palais. Once you went through the stunning entry, you are in middle of an old italian palazzo – with cute cafés and wine bars and don’t forget the unique shops in there! A must see: the arcade court at the end of the palais!

Pinit
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„Das Central ist nämlich kein Caféhaus wie andere Caféhäuser, sondern eine Weltanschauung.“  – Alfred Polgar

Although the palais looks much smaller then its neighbor-palais, it’s wide open at the end and has something really special: the Café Central. Here you can sit next to authors and journalists and feel like a „Centralist“ of old Vienna, like Alfred Polgar, who was a regular in Café Central.

Pinit
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Did I catch your interest? I really enjoyed this unique city tour. A lot! I saw places I already new, but now I see them with different eyes and learned a lot of unusual stories about the city. Next to the „Behind the scenes“-Tour Secret Vienna also offers a „Dark Side of Vienna“-Tour, the „Powerful Women of Vienna“-Tour, a Mozart-tour and much more! Check out all informations here.

And at the end I have a personal recommondation: book your „Behind the Scenes“-Tour with Wolfgang as your guide. He knows so much stories and with his audiobook-voice (do you know what I mean?) you can listen him for hours and hours!

 

*Special thanks to Secret Vienna, which invited me to their „Behind the scenes“-Tour!

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3 Comments
  • Torsten
    März 13, 2018

    In Wien habe ich einen der bisher besten ESC miterlebt! Da haben die Wiener einiges auf die Beine gestellt. Man merkte richtig, das Wien Kultur hat!

    Beste Grüsse Torsten

    • Victoria
      März 13, 2018

      Lieber Thorsten,
      ja da haben wir uns richtig ins Zeug gelegt 🙂

      Liebe Grüße,
      Victoria

    • Quick Taxi
      November 27, 2018

      Keine andere Stadt wird und kann keine Kultur wie Wien haben

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