Heimweh: 10 Tipps für alle, die gerade nicht in der Heimat sind

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Ich bin mitten in einer tollen Stadt, umgeben von coolen Leuten. Trotzdem gibts gerade nur eins: ich möchte meinen Koffer packen und ab nach Hause. Heimweh kann krank machen und ist ein wirklich schreckliches Gefühl. Deswegen sind hier 10 Tipps, die dir sofort helfen werden!

Vor mehr als einem Jahr habe ich beschlossen mir einen Job in Deutschland zu suchen. Als Flugbegleiterin durch die Welt fliegen, aber trotzdem in Wien leben – das war mein Plan. In der Airline-Branche gibt es viele sogenannte “Shuttler”, also Pendler, die überall auf der Welt verstreut leben, aber für ihre Flüge zur Basis “shutteln”. Für viele klappt das! Für mich war das allerdings nichts und deshalb habe ich im letzten Jahr beschlossen komplett nach Deutschland zu ziehen und so mehr Zeit Zuhause verbringen zu können. Das ganze hat also jede Menge Vorteile. Aber auch einen ganz großen Nachteil: ich habe Heimweh nach Österreich.

Melanchonisch, traurig und mit dem Kopf irgendwo zwischen dem Faaker See und dem Donaukanal.

Vielleicht geht es dir ähnlich! Du sitzt am anderen Ende der Welt, sei es für einen Job, dein Auslandssemester oder weil die Liebe dich dorthin gezogen hat. Und so schön deine neue Heimat ist, manchmal braucht man einfach ein bisschen das Gefühl von der Heimat. Sei es der Duft eines, die vertrauten Stimmen im Radio und natürlich Freunden und Familie in die Arme schließen zu können. Wo immer du auch bist, kannst du vielleicht gerade nicht nach Hause und deine Liebsten können dich auch gerade nicht besuchen – genau dafür habe ich 10 Tipps, um dein Heimweh ein wenig zu lindern.

Pinit
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Lass das Heimweh zu – für 24 Stunden!

Carepacket von Zuhause bestellen

Manchmal braucht man ein paar Kleinigkeiten aus der Heimat! Bei mir sind das Mannerschnitten, Wiener Zwiebelsenf und der Sachertee. Schon als ich in Wien lebte, hat meine Mama mich immer wieder mit Carepacketen versorgt, die mich an Zuhause erinnern sollten. Meine Lieblingssüßigkeiten, Zeitungsartikel von Zuhause und persönliche Kleinigkeiten, die dich an Zuhause erinnern.

Österreichisches Radio und Fernsehen schauen

Einmal im Monat überkommt es mich und ich hab unglaublich Lust mir die Zib 2 anzuschauen oder morgens mal mit Ö3 aufzustehen. In München kann man österreichisches Radio ganz normal empfangen, für alle die weiter weg wohnen empfehle ich die App “Radio AUT”. Dazu ist die ORF TVThek super um Nachrichten oder ganze Sendungen zu schauen. Ganz oben auf meiner Favoritenliste: Die Vorstadtweiber. Wenn ich richtig Heimweh habe und dieses Gefühl zulasse, dann findet ihr mich vorm Laptop mit dieser Serie. Dazu eine Packung Mannerschnitten oder selbstgemachte Kasnudl – schon geht’s mir ein bisschen besser!

Hol dir deine Heimat in die Küche

Apropos Kasnudl! Eine super Möglichkeit um das Heimweh zu lindern, ist Gerichte von Zuhause zu kochen. Bei mir sind das dann vegane Kärntner Kasnudl, Brot wie meine Mama es backt und selbstgemachtes Eis, dass ein bisschen wie Veganista-Eis schmeckt. Essen macht mich einfach glücklich und Kochen entspannt mich. Vielleicht ist es auch nur schon das Kochen selbst, dass mich an die Zeit in Kärnten bei meinen Eltern erinnert. Bei uns wurde immer viel gekocht und meine Mama hat den größten Gewürzschrank und so viele Ideen, dass ich das vielleicht ein bisschen von ihr habe.

Pinit
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Halte Kontakt mit deinen Liebsten

Virtueller Spieleabend mit deinen Freunden

Während dem Lockdown haben meine Freunde und ich begonnen uns online für virtuelle Spieleabende zu treffen. Das hat so viel Spaß gemacht, dass wir es auch nach dieser langen Zeit zu Hause weiterführen. Vor einem Jahr waren wir alle noch in Österreich, inzwischen bin ich in München und eine andere Freundin lebt in Mexiko. Wir machen uns also eine Zeit aus, die für alle funktioniert und dann sitzen wir vor den Laptops, quatschen, spielen online ein Kartenspiel und trinken Wein. Man muss einfach ein bisschen erfinderisch werden und braucht eine stabile Internetverbindung.

Meine Spiel-Empfehlungen für deinen virtuellen Spieleabend: 

Plane deinen nächsten Besuch und freu dich darauf

Was mir immer hilft: der Tag des Wiedersehens vor Augen. Ich weiß, in XY Tagen sehe ich meine Familie und Freunde wieder und das ist ja gar nicht mehr so weit hin. Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit sowieso und so schnell kann ich gar nicht schauen, steht die nächste Reise nach Hause an. Vorfreude ist doch wirklich was tolles!

Lade Familie und Freunde zu dir ein

Und natürlich müssen deine Liebsten dich auch mal Besuchen kommen! Bis es soweit ist, kannst du schonmal planen was du ihnen alles zeigen willst. Deine Lieblingsorte, touristische Highlights, zum Lieblingsitaliener und vieles mehr. Eine meiner Mädls hat mir erst letztens für eine Nacht in München besucht und ich habe mich so, so, so gefreut mit ihr zu meiner Lieblingspizzeria zu gehen und ein Stück Heimat in München zu haben.

Pinit
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Lenke dich vom Heimweh ab

Such dir eine neue Routine

Mir helfen Routinen unglaublich um strukturiert und gut gelaunt durch den Tag zu kommen. Vielleicht, weil mein Job so wenige Routinen mit sich bringt. Jeder Monat ist anders und ich muss mich immer wieder auf neue Orte und neue Menschen einstellen. Ich liebe das, aber es macht mich manchmal auch ein bisschen verrückt. Dann denke ich an meine Zeit an Wien vor der Fliegerei zurück, als die Uni mein Alltag war und ich jeden Tag in der Kaffeeküche eine Soja-Melange geholt habe. Schon fängt die Träumerei an Wien an. Stop! In München hab ich mir neue Routinen zugelegt. Ein Beispiel: ich fahre jeden zweiten Tag mit meinem süßen Fahrrad ins Fitnesstudio, treffe meine Freundinnen im englischen Garten oder an der Isar und gehe gerne Kuchen im Café Ignaz essen.

Neue Freunde und neue Erinnerungen

Wer mit dem Kopf nur bei den Freunden daheim schwelgt, der wird sich schwer tun neuen Anschluss zu finden. Deswegen ist es ganz wichtig rauszugehen und neue Kontakte zu knüpfen. Ich muss zugeben, dass ist gar nicht so einfach in einem bestimmten Alter. Wenn man keinen Job mit den immer selben Arbeitskollegen oder einen Kurs in der Uni hat, dann fehlt diese Konstante um wirklich eine Verbindung mit jemanden aufzubauen. Mir hat der Grundkurs in der Ausbildung als Flugbegleiterin dabei sehr geholfen. Außerdem hab ich mich mit den Mädls aus dem Freundeskreis meines Freundes angefreundet. Und so entstehen langsam neue Freundschaften. Man muss aber aktiv rausgehen und sich darum kümmern. Als “Neue” in der Stadt, ist das in München gar nicht so einfach, denn hier kennt jeder jeden und manchmal kommt es mir ein bisschen wie eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft vor. Nach und nach lernt man dann an Board eine nette Kollegin kennen, die man dann immer wieder trifft.

Mach deine neue Wohnung zu einem richtigen Zuhause

Was mir wirklich zu Beginn sehr geholfen hat: ich habe meine neue Wohnung zu einem richtig gemütlichen Zuhause gemacht. Ich habe viele Möbel aus Wien mitgenommen und die neuen Stücke mit viel Sorgfalt ausgesucht. Ein paar Bilder hier und da, viele Pflanzen und viele Ecken sind sehr hyggelig gehalten. Ich habe meinen persönlichen Stil voll und ganz in der Wohnung ausgelebt – mein Freund hat da zum Glück gut mitgezogen. Ich fühle mich pudelwohl und habe ein richtiges Zuhause zum Heimkommen.

Pinit

Soforthilfe: Das tust du bei besonders schlimmen Heimweh

Wenn du gerade in einer richtig schlimmen Heimweh bist, hab ich folgenden Tipp für dich: halte dich von Social Media fern. Gerade jetzt, wo alle Urlaub in der Heimat machen und das auf Instagram und Co. posten. Deine Freunde treffen sich ohne dich und in diesem Moment freust du dich nicht mit, sondern fühlst dich außen vor. Das ist ganz normal! Atme einmal tief durch, sammle deine Gedanken und geh an deinen neuen Lieblingsplatz wo immer du gerade bist.

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