REZEPT: Vegane Kärntner Kasnudel (fast wie von Oma)

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Kärntner Kasnudel: der Geschmack meiner Kindheit - am besten noch von Oma selbst gemacht! Leider ist ihr Rezept nicht vegan, deswegen habe ich die Zeit der Quarantäne genutzt und in der Küche experimentiert. Und tada: vegane Kärntner Kasnudel - von einer waschechten Kärntnerin getestet und für sehr gut empfunden! Wenn das kein Qualitätsmerkmal ist.

Vegane Kärntner Kasnudel? Dazu kann ich nicht Nein sagen und endlich habe ich das perfekte Rezept dazu. Wisst ihr wie ich die Quarantäne-Zeit nutze? Ich probiere fast jeden Tag ein neues Rezept aus und verbringe damit jede Menge Zeit damit, meine neue Küche einzuweihen. Die letzten Tage hat mich dann ein wenig das Heimweh nach Österreich gepackt und ich habe das letzte Päckchen Mehl geschnappt, meine Oma angerufen und versucht ihr Rezept für die allerbesten Kärntner Kasnudel zu “veganisieren”. Der erste Versuch ist leider am Teig gescheitert – das konnte ich schon während des Kochunterrichts in der Schule schon mein größtes Problem. Inzwischen ist das Rezept ausgereift und ich möchte es gern mit euch teilen.

Pinit

Lieblingsessen fürs Heimweh: vegane Kärntner Kasnudel

Für die veganen Kärntner Kasnudel müsst ihr etwa eine Stunde Zeit einplanen. Aus diesem Rezept ergeben sich circa 20 Kasnudel.

Veganer Nudelteig 

  • 500 g Mehl
  • 250 g Wasser
  • 1 Brise Salz
  • 3 EL Olivenöl

Füllung für vegane Kärntner Kasnudel

  • 1/2 Bund frische Minze
  • 200 g Kartoffel
  • 4 EL Alpro Skyr, vegan und zuckerfrei
  • 2 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Brise Muskatnuss (gerieben)
  • 1 Brise Majoran
  • Salz und Pfeffer
Pinit
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“Das besondere an Kärntner Kasnudel ist die Art und Weise wie die Füllung in der Nudel dicht gehalten und verschlossen wird . Diese Technik nennen wir in Kärnten “krendln” und ist nicht nur besonders hübsch, sondern hat auch Tradition. Der Brauch sagt, dass Frauen in Kärnten erst heiraten dürfen, wenn sie auch perfekt krendln können.”

Zubereitung vegane Kärntner Kasnudel

Schritt 1: Das Mehl in eine Schüssel sieben, Salz hinzufügen und durchmischen. In der Mitte des Mehlhügels eine Mulde drücken,  Olivenöl und Wasser hinzufügen. Den Teig gut durchkneten, bis der Teig geschmeidig und glatt ist. Ist der Teig zu hart? Dann füge ein wenig Wasser hinzu. Ist der Teig zu flüssig? Eine kleine Handvoll Mehl und schon hast du die perfekte Konsistenz. Mein Tipp: Wirklich nur löffelweise Mehl oder Wasser hinzufügen, bis der Teig glatt und weich ist.

Schritt 2: Lege den Teig in eine Schüssel, ein Geschirrtuch drüber und lass ihn mindestens 20 Minuten ruhen. Ich tendiere auch dazu schnell ungeduldig zu werden und zu schnell weiterzuarbeiten. Stell dir einen Wecker und warte wirklich mindestens 20 Minuten ab.

Schritt 3: Während der Teig ruht, kannst du mit der Fülle beginnen. Dafür brauchst du 200 g geschälte Kartoffeln. Ich nehme dafür mehlige Kartoffel, diesen Tipp habe ich von meiner Oma. Schneide die Kartoffel in kleine Stücke und koch sie mit einer Prise Salz. Die Kartoffel müssen so weich sein, dass du sie am Ende gut stampfen kannst.

Schritt 4: Hacke zwei kleine Zwiebel in kleine Stücke und schneide die Minze. Wenn du gerade keine frische Minze habt, tut es genauso getrocknete! Als nächstes brauchst du eine Pfanne mit Olivenöl. Schwitz die Zwiebel darin an, bis sie goldbraun sind. Danach gibst du eine kleine Knoblauchzehe dazu und zum Schluss die Minze. Der Knoblauch soll wirklich erst zum Schluss dazu, da er so schnell fertig ist und dir sonst anbrennt. Ich gebe gern noch andere Kräuter, die ich gerade im Kühlschrank oder Gewürzschrank habe dazu, am liebsten Majoran und Schnittlauch. Vergiss Salz und Pfeffer nicht und stell anschließend die Pfanne zum Abkühlen zur Seite.

Schritt 5: Die Kartoffeln sind jetzt fertig gekocht. Gieße sie in einem Sieb ab und lass sie kurz abkühlen. Danach stampfst du sie mit einem Kartoffelstampfer oder notfalls auch mit einer Gabel. Gib hier keine Flüssigkeit dazu, sonst wird die Fülle am Ende zu flüssig! Fertig gestampft? Dann kommt jetzt die Zwiebel-Knoblauch-Kräuter Mischung dazu. Der letzte Schliff sind 4 gehäufte Esslöffel veganer, ungesüßter Alpro Skyr. Das alles wird nun gut verrührt. Schmecke anschließend noch mit Salz und Pfeffer ab und fertig ist die vegane Kasnudel-Fülle.

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Schritt 6: Der Teig sollte nun fertig sein. Streu Mehl auf die Arbeitsfläche und wolge den Teig dünn aus.  Verwende dafür auf jeden Fall einen richtigen Nudelwolger und keine Glasflasche. Der Teig braucht ein wenig Kraft um schön dünn und gleichmässig zu werden. Er darf auf keinen Fall Risse haben und soll flexibel und weich sein. Mit einem Glas stichst du größere Kreise aus. In jeden Kreis setzt du eine kleine, circa walnussgroße Portion deiner Fülle.

Schritt 7: Jetzt kommt der schwierigste Schritt: das Kasnudel “krendln” – also mit einer Verzierung die Fülle verschließt. Zuerst legst du den Teig wie eine Decke über die Fülle und verschließt damit die Nudeltasche. Damit ist es aber noch nicht getan. Das Kasnudl krendln ist eine ganz besondere Kunst und braucht ein bisschen Übung. Da es wirklich schwierig ist, dir das in Worten zu erklären,  kommt hier nun ein kleines Video dazu.

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Mein Tipp für alle, die das nicht hinbekommen: keine Sorge! Mit einer Gabel könnt ihr die Nudel auch wie Ravioli einfach an den Seiten verschließen und so fürs Kochen verschließen.

Schritt 8: Deine Kasnudel sind jetzt fertig und bereit gekocht zu werden. Du brauchst nun einen großen Topf mit heißen Salzwasser. Das Wasser darf auf keinen Fall sprudelnd kochen, die Nudel müssen darin nur 5 Minuten ziehen.

Schritt 9: Mit einem Schopflöffel holst du vorsichtig die Nudeln aus dem Wasser und schwenkst sie anschließend noch in einer Pfanne mit Olivenöl und gehackten Schnittlauch.

Schritt 10: Richtet zwei bis drei Nudel mit dem Öl und dem Schnittlauch auf einem flachen Teller an. Bei meiner Oma gibt es zu den Kasnudel immer Grammel (=knusprige Speckwürfel) dazu. Die sind natürlich nicht vegan und kommen mir deswegen nicht auf den Teller. Stattdessen gebe ich gern noch einen Esslöffel Röstzwiebel am Schluss über das Kunstwerk. Und schon sind sie fertig, die veganen Kärntner Kasnudel! Lass es dir schmecken und sag mir unbedingt, wie dir das Krendln geklappt hat!

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